Jugend trainiert für Olympia

„In voller Besetzung hätten wir gewonnen“

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Das Syker Team und Judo-Legende Klaus Glahn.

Syke - Klasse gekämpft, Teamgeist gezeigt, Ausfälle verschmerzt und am Ende doch geschlagen: Mit einem dritten Platz belohnten sich die Judoka des Syker Gymnasiums (Altersklasse 12 bis 14) beim Landesentscheid von Jugend trainiert für Olympia.

„Mit einem derart guten Ergebnis habe ich nicht gerechnet“, kommentiert Coach Karl-Heinz Bohlmann das Abschneiden seiner Kämpfer. „Das war eine tolle Teamleistung.“

Etwa 100 Judoka aus sieben Schulen lieferten sich beim Landesentscheid von Jugend trainiert für Olympia spannende Kämpfe.

Jedoch ist sich der Leiter der Judo-AG nicht ganz sicher ist, ob er sich darüber freuen oder ärgern soll. Denn er glaubt: Für die Syker wäre bei diesem Turnier in heimischer Halle sogar noch mehr dringewesen, hätten sie nicht mit einem handfesten Handicap antreten müssen. Gleich zwei seiner Kämpfer waren quasi über Nacht aus derselben Gewichtsklasse herausgewachsen. Folge: Bohlmann konnte diese Gewichtsklasse nicht besetzen. Und somit mussten die Syker gegen jedes andere Team von vornherein mit einem 0:1-Rückstand in den Vergleich gehen.

Bohlmanns Schützlinge schien das zunächst aber in keiner Weise zu interessieren: Sie kämpften überraschend stark, sodass Sulingen, Bad Nenndorf und das Gymnasium Himmelsthür chancenlos waren. Milan Uzunay und Jan-Hendrik Bohlmann gewannen ihre Kämpfe souverän. Ole von Klitzing, Thorben Kirbach und Andy Lam wuchsen in diesem Turnier über ihre Grenzen hinaus und gewannen etliche Kämpfe. Aus taktischen Gründen nicht zum Einsatz kam Fynn Stephan, der als Ersatzkämpfer nominiert war. „Aber er hat seine Mannschaftskameraden toll motiviert und gecoacht“, zollt Bohlmann seiner Einstellung Respekt.

Für den ganz großen Wurf langte es am Ende nicht: Gegen die späteren Turniersieger von der Molitoris-Schule aus Harsum und die Zweitplatzierten vom Schiller-Gymnasium Hameln verloren die Gastgeber jeweils knapp mit 2:3. „In voller Besetzung hätten wir dieses Turnier gewonnen“, trauert Bohlmann ein bisschen der verpassten Qualifikation für den Bundesentscheid in Berlin nach. Gleichzeitig ist er aber mächtig stolz auf seine Jungs. Denn vor dem Turnier hatten praktisch alle die Syker auf dem letzten Platz erwartet. „Nächstes Jahr werden wir Erster“, gibt der Coach die Devise für die Zukunft aus.

Seine Kämpfer konnten sich übrigens über einen tollen Trostpreis freuen: Überraschungsgast Klaus Glahn (Olympia-Zweiter 1972, mehrfacher Vizeweltmeister und Europameister) lud sie nach dem Turnier noch zum Essen ein.

Bei den Mädchen belegte das Gymnasium Himmelsthür den ersten Platz. Der zweite ging an die IGS Fürstenau. Beste Technikerin wurde Hanna Milius (IGS Fürstenau). Bei den Jungen ging der Pokal für die beste Technik an Lucas Fejfar von der Molitoris-Schule.

mwa

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