Straflose Täter, hilflose Opfer, machtloser Staat

Journalist und Autor Olaf Sundermeyer zu Gast beim Syker Bürgermahl

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Olaf Sundermeyer, deutscher Journalist und Autor, ist beim achten Syker Bürgermahl am 12. November zu Gast.

Syke - Drogenhandel, Wohnungseinbrüche, Trickbetrügereien, Taschen- oder Fahrraddiebstahl, Automatensprengungen,… – In vielen Kriminalitätsbereichen sind die Sicherheitsbehörden überfordert, sagt der Journalist und Buchautor Olaf Sundermeyer. Deshalb bleibe die überwiegende Zahl dieser Straftaten ungesühnt. „Die Täter bleiben straflos, die Opfer hilflos, der Staat machtlos.“

Am Sonntag, 12. November, ist Olaf Sundermeyer Gast beim achten Bürgermahl der Syker Bürgerstiftung von 11 bis etwa 14 Uhr in der Kreissparkasse am Mühlendamm. Ab sofort nimmt die Bürgerstiftung Anmeldungen dafür entgegen.

Kriminelle Parallelwelten in Bremen, Essen oder Berlin

Mit seinem 2017 erschienenen Buch „Bandenland – Deutschland im Visier von organisierten Kriminellen“ hat Olaf Sundermeyer für einiges Aufsehen gesorgt. Darin sagt er: In einigen Großstädten wie Bremen, Duisburg, Essen oder Berlin hätten Großfamilien fast ungehindert eine zum Teil kriminelle Parallelwelt erschaffen, die sich zu einer ernsthaften Bedrohung des Rechtsstaats entwickelt habe. „Aus Angst vor den Wahlen haben Politiker die eigene Machtlosigkeit viel zu lange verschwiegen. Und die Tatsache, dass die überwiegende Zahl der organisierten Kriminellen Nichtdeutsche sind“, sagt Sundermeyer, der seit vielen Jahren über Themen der inneren Sicherheit schreibt.

Die Machtlosigkeit der Sicherheitsbehörden habe Folgen: „Viele Menschen in Deutschland fühlen sich nicht mehr sicher. Zugleich sinkt das Vertrauen in den Staat.“ Damit aber sei der soziale Frieden in Gefahr. Sundermeyer plädiert für eine längst überfällige Sicherheitsdebatte – unvoreingenommen und sachlich, aber auch schonungslos und ohne Denkverbote. Dabei dürfe es nicht allein um nackte Zahlen und Statistiken gehen, fordert der 43-jährige Journalist, sondern auch um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger.

Die Kosten für den Vortrag, das dreigängige Menü, Wein und andere Getränke betragen 45 Euro pro Person. Zusätzlich bittet die Bürgerstiftung um eine Spende für ihre Projektarbeit. Weitere Informationen und Anmeldung beim Vorsitzenden der Bürgerstiftung Ralf Michel unter 04242 / 60 827, per E-Mail ralfmichel@web.de oder auf der Homepage der Stiftung.

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