Johannes Stephens übernimmt Flüchtlingssozialarbeit für Bassum und Syke

Praktischer Helfer und „Networker“ in einem

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Sie finden die neue Stelle beim Diakonischen Werk gut untergebracht (von links): Geschäftsführerin Marlis Winkler, Sozialpädagoge Johannes Stephens, Sykes Bürgermeisterin Suse Laue und Bassums Bürgermeister Christian Porsch.

Syke - Von Michael Walter. Wenn man gute Leute haben will, muss man auch gute Konditionen bieten. Nicht zuletzt deshalb haben Politik und Verwaltung in Syke und Bassum beschlossen, für die Flüchtlingsbetreuung in einen Topf zu werfen und gemeinsam einen Sozialpädagogen einzustellen, der in Vollzeit für beide Kommunen die Betreuung federführend koordiniert.

Das Ergebnis dieser interkommunalen Zusammenarbeit heißt Johannes Stephens, kommt aus Bremen, ist 26 Jahre alt und hat am 4.Mai seinen ersten Arbeitstag. Gestern stellte er sich der Presse vor.

Zwei Schwerpunkte wird seine tägliche Arbeit umfassen: Zum einen die direkte Betreuung neu angekommener Flüchtlinge. Und zum anderen die organisatorische Begleitung der bestehenden ehrenamtlichen Netzwerke. „Genau diese Kombination aus beidem ist es, was mich an der Stelle reizt“, schildert Stephens, warum er sich für diesen Job beworben hat.

Sein Augenmerk bei den persönlichen Kontakten in den Unterkünften will er auf Orientierungshilfen im Alltag richten. Zum Beispiel: „Wer neu in dieses Land kommt, weiß nicht, dass er bei Aldi billiger einkaufen kann als bei Rewe“, so Stephens. Und erfahrungsgemäß gebe es auch viel Unterstützungsbedarf, wenn es um Behördengänge oder Arztbesuche geht.

Bei der Organisationsarbeit schwebt Stephens zunächst einmal eine ausführliche Bestandsanalyse vor: Welche Netzwerke gibt es bereits? Wo fehlen welche Angebote? Welchen Bedarf an Schulungen oder Koordination gibt es? „Den administrativen Teil erledigen dann die Rathäuser“, sagt Bassums Bürgermeister Christian Porsch.

Erfahrungen bringt Johannes Stephens aus der Flüchtlingssozialarbeit in Hessen mit, wohin es ihn 2009 nach seinem Studium an der Bremer Uni verschlagen hatte. In Gießen war er in der Beratung und bei der Koordination von Projekten tätig.

Diensttechnisch „angedockt“ ist Stephens‘ neue Stelle beim Diakonischen Werk des Kirchenkreises Syke-Hoya. Das, so Christian Porsch, habe sich im Prinzip aus einem Gespräch zwischen ihm und Superintendent Jörn-Michael Schröder fast schon beiläufig so ergeben. Das Diakonische Werk engagiert sich bereits seit geraumer Zeit kreisweit in der Flüchtlingssozialarbeit und möchte – so Geschäftsführerin Marlis Winkler – diesen Bereich künftig weiter ausbauen.

Für Stephens war diese Zusammenarbeit der beiden Kommunen mit der Diakonie ein weiterer entscheidender Grund, weshalb er sich überhaupt auf diese Stelle beworben hat. „Das war eine bewusste Entscheidung für das Diakonische Werk“, betont er. „Damit habe ich viele gute Erfahrungen gemacht.“

Da Stephens gleichermaßen in Syke und in Bassum arbeiten soll, wird er auch in beiden Städten ein Büro haben. In Syke wird das im Rathaus untergebracht. In Bassum muss darüber erst noch entschieden werden.

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