Jetzt müssen doch Mobilbauten her

Plan geplatzt: Keine Kita an der Eiche

Syke - Von Michael Walter. Doch kein Kindergarten an der Deutschen Eiche: Die Stadt muss ihre Pläne für das neue Kindergartenjahr in dieser Hinsicht streichen. Das bestätigten gestern auf Nachfrage der Kreiszeitung Bürgermeisterin Suse Laue und Erster Stadtrat Thomas Kuchem.

Die Idee hatte Charme: Die Residenz-Gruppe als Betreiber des Seniorenwohnparks Deutsche Eiche errichtet auf eigene Rechnung jetzt schon ein Nebengebäude, das sie selbst erst in ein paar Jahren nutzen würde, und die Stadt mietet sich bis dahin mit einer Kita dort ein. Aber daraus wird jetzt nichts.

Suse Laue: „Alle Kinder bekommen ihren Platz!“

Das Nebengebäude hätte auf der Fläche des ehemaligen Tennisplatzes neben dem Fußweg zum Waldstadion gebaut werden sollen. Dieses Grundstück ist der Residenzgruppe bereits vor dem Bau des Seniorenheims zum Kauf angeboten worden. Doch nun hat die Besitzerin kurzfristig einen Rückzieher gemacht.

Besonders ärgerlich, weil alle Pläne bereits fix und fertig waren. „Mit der Residenz-Gruppe waren wir uns einig, die Nutzung als Kindergarten ist bereits mit den Behörden in Hannover abgesprochen, und diese Woche hätte der Bauantrag gestellt werden können“, sagt die Bürgermeisterin. Und was noch schwerer wiegt: Thomas Kuchem hat bei der Vergabe der Kita-Plätze diesen Kindergarten schon fest verplant. Eine Krippengruppe und eine Regelgruppe hätten nach den Sommerferien an der Deutschen Eiche einziehen sollen.

Und nun? – „Alle angemeldeten Kinder werden auf jeden Fall ihren Platz bekommen“, versichert Suse Laue. Wie und wo – darüber müssen sich Verwaltung und Politik jetzt erst noch gemeinsam die Köpfe zerbrechen. „Kurzfristig werden wir aber nicht daran vorbeikommen, für eine Übergangszeit Mobilbauten aufzustellen“, sagt Laue. „Auch wenn wir das eigentlich nicht gewollt hatten.“ Mittelfristig müsse die Stadt dann einen neuen Kindergarten bauen. Den Sommer 2017 stellt Laue dafür in Aussicht.

Abgesehen davon, dass die Lösung an der Deutschen Eiche für die Kinder die schönere gewesen wäre: Auch finanziell ist die aktuelle Entwicklung ein Rückschlag für die Stadt. Die Kosten für vergleichbare Mobilbauten betragen rundgerechnet 150000Euro für Baugrundherstellung und Aufstellen plus monatlich rund 4000 Euro Miete. „Bei der Deutschen Eiche hätten wir im Monat deutlich weniger gezahlt“, sagt Thomas Kuchen, „und der Bau hätte die Stadt gar nichts gekostet.“

Rubriklistenbild: © dpa

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