Gesseler Goldschatz: Land macht Zusagen

„Jetzt haben wir es mit Brief und Siegel“

+
Der Gesseler Goldschatz ist im Landesmuseum Hannover zu bewundern. Steht der neue Museumsanbau, soll er für eine gewisse Zeit auch im Kreis Diepholz als Sonderschau die Dauerausstellung rund um die Erdgastrassen-Funde abrunden. Das ist ein Teil der Zusagen, die das Land nun schriftlich gegeben hat. ·

Syke - Von Katrin Köster. Nach langem Tauziehen um den Gesseler Goldhort werden nun Nägel mit Köpfen gemacht – genauer gesagt: mit Briefköpfen. Wie Landrat Cord Bockhop gestern berichtete, hat das Land Niedersachsen jetzt drei konkrete, schriftliche Zusagen in Sachen Goldschatz gemacht.

So soll erstens auf Kosten des Landesamtes für Denkmalschutz eine originalgetreue Replik des gesamten Fundes ins Syker Kreismuseum kommen.

Zweitens habe das Ministerium zugesagt, den Original-Fund als Sonderschau für eine gewisse Zeit in den Landkreis ziehen zu lassen.

Drittens: Begleitend zur geplanten Dauerausstellung im Kreismuseum sollen der Zusage zufolge wechselnde Einzelstücke die Schau abrunden. „Wir werden einige Stücke aus 178 Teilen als Leihgabe des Landesmuseums bekommen. Sie werden in Absprache mit dem Landesmuseum gewechselt“, berichtet Ralf Vogeding, Leiter des Syker Kreismuseums.

Diese Zugeständnisse zitierte Landrat Bockhop gestern aus einem Schreiben von Andrea Hoops, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Nach zahlreichen mündlichen Zusagen freut es Bockhop und Museumsleiter Ralf Vogeding besonders, jetzt etwas Schriftliches in den Händen zu halten: „Das finden wir fantastisch“, betont der Landrat.

„Auf diese Weise haben wir im Grunde immer auch einen Teil des Originals in Syke“, so Bockhop weiter. Wann die drei Zusagen in Syke Realität werden, lässt sich noch nicht festzurren. Zwar steht das museale Konzept, doch zunächst soll der neue Trakt des Kreismuseums fertigwerden, sagt der Landrat. „Aber den bauen wir erst, wenn wir für die Förderung die feste Zusage haben“, erklärt er. Derzeit werde dies „wohlwollend geprüft“. „Wenn das grüne Licht kommt, stellen wir den Förderantrag und den Antrag auf vorzeitigen Maßnahmen-Beginn“, erklärt der Chef der Kreisverwaltung das weitere Vorgehen.

Auch Ralf Vogeding freut sich über die handfesten Zusagen aus Hannover. „Zugesagt war es schon länger, aber nun haben wir es mit Brief und Siegel. Das heißt, es kann losgehen.“ Vogeding hat es sich zum Ziel gemacht, mithilfe der neuen Dauerausstellung und den zugesagten „Extras“ das Kreismuseum als „lebendiges, regionalgeschichtliches Museum“ weiter zu stärken. Zugleich legt er Wert darauf, sein Museum nicht nur als „Schatzkästchen“ der Goldfunde zu betrachten. Ihm liegt das große Ganze am Herzen. „Unsere Ausgabe ist es, um den Faktor Goldschatz herum einen großen Ausstellungsbereich zu bauen. Wir wollen Bildung betreiben und etwas über die Vergangenheit erzählen“, betont er.

Vogeding und sein Team wollen wissenschaftliche Erkenntnisse zum Goldfund, aber auch zu den zahlreichen anderen Funden, die entlang der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) gemacht worden sind, museumspädagogisch aufbereiten und vermitteln.

Goldschatz aus Syke-Gessel

117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa

Goldschatz von Gessel

Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa
Gut zwei Jahre nach seiner Entdeckung ist der spektakuläre Goldschatz von Gessel bereit für die Präsentation im Museum. Der Fund aus der Bronzezeit steht im Mittelpunkt der am 22.08.2013 in Hannover startenden Schau "Im goldenen Schnitt". © dpa

„Um das möglichst gut zu machen, brauchen wir neben den Mitteln vom Landkreis weitere Fördergelder“, so Vogeding. Daher wolle er nun das inhaltliche Konzept in Förderanträge umsetzen, um in den nächsten Wochen weitere Fördermöglichkeiten auszuloten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Die Multiplayer-Postapokalypse: "Fallout 76" im Test

Die Multiplayer-Postapokalypse: "Fallout 76" im Test

Azubis kicken in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle für den guten Zweck

Azubis kicken in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle für den guten Zweck

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

Pressestimmen zum letzten DFB-Spiel des Jahres: „Hauch vom Confed Cup“

Pressestimmen zum letzten DFB-Spiel des Jahres: „Hauch vom Confed Cup“

Meistgelesene Artikel

2 500 Burpees – Schwitzen für das Hospiz Zugvogel

2 500 Burpees – Schwitzen für das Hospiz Zugvogel

Dorfgebiet wird Wohngebiet: Stadt ändert Bebauungsplan „An der Grawiede“

Dorfgebiet wird Wohngebiet: Stadt ändert Bebauungsplan „An der Grawiede“

Frank Holle will Nachfolger von Niels Thomsen werden

Frank Holle will Nachfolger von Niels Thomsen werden

Pastorin Christina Ernst verlässt Twistringen

Pastorin Christina Ernst verlässt Twistringen

Kommentare