Jetzt geht alles ganz schnell

Spatenstich fürs gemeinsame Gerätehaus der Ortsfeuerwehren Gessel und Ristedt

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Manfred Poggenburg (v.l.), Ortsbrandmeister in Ristedt, greift gemeinsam mit Sykes Bürgermeisterin Suse Laue und seinem Gesseler Kollegen Peter Lehrfeld zum Spaten. Ginge es nach den Dreien, dürfte der Bau schon heute starten.

Syke - Von Marc Lentvogt. Die Fusion der Ortsfeuerwehren Gessel und Ristedt ist wieder einen Schritt nähergerückt. Mit dem Spatenstich für das gemeinsame Gerätehaus am Ristedter Kirchweg ist es nur noch ein gutes Jahr hin, bis die Wehren bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung den Zusammenschluss vollziehen wollen.

Im Kopf, möchte man meinen, ist das bei allen Beteiligten bereits geschehen. Etwa 40 Feuerwehrmänner und -frauen sind zusammengekommen. Stadtbrandmeister Stefan Schütte, Bürgermeisterin Suse Laue und einige Ratsmitglieder wohnten dem Spatenstich bei oder – in Laues Fall – sprachen lobende Worte und brachten frohe Kunde. „Es ist ein Spatenstich, auf den wir lange gewartet haben. Auch die Archäologen waren schon vor Ort. Normalerweise freut man sich, wenn sie etwas finden. Das haben sie nicht getan und das ist in diesem Fall gut so.“

Gessels Ortsbrandmeister Peter Lehrfeld lässt keine Frage offen, wem die positive Entwicklung zu verdanken ist: „Die Idee kam von den jungen Mitgliedern. Ist ja auch logisch, es macht mehr Spaß, zusammen können wir größere Geräte haben und die Einsätze fahren wir ohnehin schon zusammen.“ Ein Projekt von der Jugend, für die Jugend also.

Im neuen Gerätehaus, das vom Ingenieurbüro Glüsenkamp gestaltet wurde, finden die Jugendlichen erstmals einen eigenen Umkleideraum für 35 Personen vor. Kein Wunder, dass sie mit breitem Grinsen im Gesicht das Gelände abgehen und sich mit dem Ort vertraut machen. Männer- (für 55 Personen) und Damenumkleiden (für 15 Personen) sowie ein moderner Schulungsraum und eine große Teeküche vervollständigen den Sozialtrakt. Im Fokus steht momentan aber die Fahrzeughalle mit Werkstatt und Technikraum, denn: Ein neues Fahrzeug ist bestellt und wenn es kommt, soll die Garage stehen.

Werden die Feuerwehrleute mit diesem Gedanken im Hinterkopf jetzt häufiger am Ristedter Kirchweg vorbeifahren und nachsehen, was sich tut? Peter Lehrfeld gesteht, schon jetzt unter Ungeduld zu leiden: „Ich hab schon in den vergangenen Tagen immer geschaut.“ Doch bis tatsächlich etwas zu sehen sein wird, müssen sich alle noch etwas gedulden.

Da mit längeren archäologischen Vorerkundungen gerechnet wurde, ist der Baubeginn für Anfang Mai geplant worden. An der Baugenehmigung wird dieser Termin in keinem Fall scheitern, verkündet Suse Laue: „Der Landkreis hat sich sehr kommunalfreundlich gezeigt.“

Auf einen Monat mehr oder weniger scheint es aber ohnehin nicht anzukommen. Zwischen dem für Anfang Juni geplanten Rohbau-Beginn und der Fertigstellung im Frühjahr 2019 liegen nur wenige Monate. Dass auch dieser Schritt gelingt, daran hat die Bürgermeisterin keine Zweifel: „Die Wehren haben das von sich aus entschieden. So ist es richtig. Nicht auf politischen Druck, sondern weil der Wunsch und der Wille vorhanden sind.“

Und wie fühlt es sich an, nun, da der Spatenstich den Wunsch zur Realität macht? Peter Lehrfeld betrachtet das ganz nüchtern: „Das wird gut, was wir hier geplant haben. Nicht überzogen, gut für unsere Ansprüche.“

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