Bewohner der Westflügel-Außenstelle wollen Café eröffnen

Jetzt fehlt nur noch ein Betreiber mit „Händchen“

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Die WestFlügel-Exklave an der Grenze zu Bassum. Das Café ist schon fertig, aber immer noch nicht eröffnet. Grund: Personalmangel.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Das asymmetrische Dach und der markante Schornstein des Gebäudes erinnern noch an die ehemalige Gaststätte Zur Westermark, die inzwischen um- und ausgebaut wurde. Form und Farbe der Fensterrahmen gleichen denen der in etwa 400 Meter Entfernung liegenden ehemaligen Syker Jugendherberge. Diese Ähnlichkeit ist keineswegs zufällig: Beide Gebäude gehören seit einigen Jahren dem Westflügel, der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für psychisch kranke Menschen.

Dass die Exklave in der ehemaligen Gaststätte seit Langem eine Baustelle ist, liegt nicht zuletzt auch daran, dass viele Arbeiten von den WestFlüglern selbst geleistet werden. Zehn von ihnen leben dort in einer externen Wohngruppe.

Dass das in dem Haus geplante Café noch immer nicht eröffnet werden konnte, liegt aber am Personalmangel: Es gibt derzeit niemanden, der dieses Café unter der Mitarbeit der Hausbewohner betreuen könnte. Allerdings beschränkt sich das Anforderungsprofil auch nicht nur auf Kochkenntnisse, sondern auch auf Mitarbeiterführung und einen sensiblen Umgang mit dem speziellen Personal.

Christa Kröning, die Leiterin des Westflügels, verweist darauf, dass die Bewohner in der Vergangenheit schon häufiger bei Festen und Veranstaltungen die Speisen zubereitet und mit Erfolg Catering geübt haben. „Wir haben Heimbewohner, die in der Lage sind, unter Anleitung in diesem Café zu arbeiten. Sie würden dann auch einen festen, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz erhalten.“

Damit wäre ein vorrangiges Ziel dieser Lebens- und Arbeitsgemeinschaft erreicht: Die Bewohner hätten eine Aufgabe, die sie ausfüllt, die ihr Selbstwertgefühl steigert und ihrem Tag endlich wieder eine feste Struktur gibt.

Im hinteren Bereich des Hauses soll zudem ein Kindergarten mit Krippe eingerichtet werden. „Wir haben ein junges Team, der Bedarf an Kita- und Krippenplätzen ist vorhanden“, sagt Christa Kröning. Dort könnten die Kinder der Mitarbeiterinnen betreut werden. Da auch andere soziale Einrichtungen in Syke und Bassum Probleme haben, jungen Müttern flexible Betreuungszeiten anzubieten, möchte Kröning diese Kita auch überbetrieblich anbieten. Wie viele Plätze eingerichtet werden können, steht noch nicht fest.

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