Ins Jenseits ohne Todesfälle

Wachendorfer Theaterensemble unterhält mit seiner 20. Inszenierung

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„Huch!“ – Cornelia (Nadine Helms) erwischt ihre Mutter (Nicole Neddermann) beim Techtelmechtel mit dem windigen Wolfram Schenkwitz (Sören Heusmann).

Wachendorf - Von Heiner Büntemeyer. Der „Gemütliche“ – In Wachendorf weiß jeder, was damit gemeint ist: Der Theaterabend, der mit einem gemeinsamen Essen beginnt und nach der Premiere eines Theaterstücks mit Musik und Tanz endet. Am Sonnabend feierten die Wachendorfer dieses Ereignis zum 55. Mal.

Manfred Rinas begrüßte die Besucher im ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus und erinnerte daran, dass die Theatergruppe des Freizeit- und Gemeinschaftsvereins unter der Regie von Eva Malmquist in diesem Jahr ihr 20. Theaterstück einstudiert hat. „Einmal Jenseits und zurück“ heißt die Komödie von Rudolf Korf. Neun Darsteller zeigen in diesem Dreiakter, wie Familienkonflikte nachhaltig und sogar ohne Todesfälle gelöst werden können.

Eine Nachahmung ist allerdings wenig ratsam, denn wer hat schon einen genialen Kunstfälscher mit einer habgierigen Schwiegertochter in der Familie. Jedenfalls ist Kunstmaler Justus Bomberg (Marco Neddermann) um diese Schwiegertochter (Nicole Neddermann) nicht zu beneiden. 

Ihr Ehemann (Dennis Rabe) ist ihr beim Techtelmechtel mit ihrem Liebhaber (Sören Heusmann) ebenso im Wege wie ihre aufmüpfige Tochter (Nadine Helms), die ihrer Mutter den windigen Liebhaber Wolfram Schenkwitz streitig macht. Der hat es aber nur genauso auf „das Vermögen des Alten“ abgesehen, wie die beiden Frauen.

Zum Glück gute Freunde

Zum Glück hat Justus Bomberg vier gute Freunde: Theo (Sören Helms), Haushaltshilfe Wiebke (Jasmin Pabstmann), deren Mutter (Tanja Lehmann) und André Kruse (Marc Sperling), der sich in Wiebke verliebt hat und zu allem bereit ist.

Die Komödie nimmt Fahrt auf, als der „Kunstexperte Boris Iwanowitsch“ ins Geschehen eingreift. Der alte Kunstmaler hat sich in diese Figur verwandelt, um seinem Sohn über seine Frau die Augen zu öffnen und die kriminellen Pläne des Trios zu entlarven.

Marc Sperling, neu im Ensemble, passte sich bei seiner persönlichen Bühnenpremiere den darstellerischen Leistungen seiner Mitspieler hervorragend an. Allen Darstellern gelang es, ihre Figuren glaubwürdig zu verkörpern und sie sorgten mit vielen Slapstick-Einlagen für Vergnügen.

Weitere Termine

Den Plot auflösen wollen wir an dieser Stelle nicht, denn das Stück wird noch dreimal wiederholt: Am 4. März, um 15 Uhr, am 9. März um 20 Uhr und am 11. März um 9.30 Uhr.

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