Syke Pilotregion für digitale Jugendbeteiligung / Virtuelles Auftakttreffen am 9. Juni

Ja, wo laufense denn?

Sie wollen Jugendliche erreichen. Von links: Bürgermeisterin Suse Laue, Ulrika Engler von der Landeszentrale für Politische Bildung, Stadtjugendpfleger Abdelhafid Catruat und Projektleiterin Catarina Gombe.
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Sie wollen Jugendliche erreichen. Von links: Bürgermeisterin Suse Laue, Ulrika Engler von der Landeszentrale für Politische Bildung, Stadtjugendpfleger Abdelhafid Catruat und Projektleiterin Catarina Gombe.

Syke – Kinder und Jugendliche sollen an allen Dingen des Lebens beteiligt werden, die sie selbst unmittelbar betreffen: Das ist breiter Konsens und bundesweit allgemeines politisches Ziel. Doof nur, wenn man dann die Kinder und Jugendlichen gar nicht erreicht und sie nicht wissen, wie und wo sie sich beteiligen könnten. An dieser Stelle setzt das Projekt Digitale Jugendbeteiligung ein.

Syke gehört zur Pilotregion und ist dabei neben Verden federführend.

Der Anstoß dazu kam laut Bürgermeisterin Suse Laue aus dem Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen. Partner sind das Landesjugendamt in Hannover, die Landeszentrale für Politische Bildung und die VHS der Stadt Delmenhorst. Sie alle sind bei Suse Laue die sprichwörtlichen offenen Türen eingelaufen. Da der Rat einen deutlichen Arbeitsauftrag an Stadtjugendpfleger Abdelhafid Catruat ausgesprochen hatte, die Schaffung eines Jugendparlaments zu prüfen, sei ein Projekt zur digitalen Jugendbeteiligung sehr passend, so die Bürgermeisterin.

Kinder und Jugendliche sind dabei zunächst allerdings noch außen vor. Ulrika Engler, die Direktorin der Landeszentrale für Politische Bildung, erläutert: Am Anfang gehe es erst einmal darum, die Erwachsenen zu erreichen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Im Mittelpunkt steht dabei eine Weiterbildung über neun Monate für Menschen, die hauptberuflich in diesem Sektor arbeiten. Ganz stark vereinfacht geht es dabei um Fragen wie: Wo erreicht man welche Gruppen? Wo tummeln die sich digital? Und wie muss ich sie ansprechen, damit sie mir überhaupt erstmal zuhören? Und wie kriegt man es dann umgekehrt hin, dass die jungen Leute ihre Ideen und Vorstellungen nicht in einen luftleeren Raum kommunizieren, sondern dass sie bei denen Gehör finden, die letztlich die Entscheidungen treffen? Neben viel Theorie lernen die Teilnehmer Beispiele aus der Praxis kennen und setzen selber ein Übungsprojekt dazu um.

Da Jugendarbeit aber nicht nur über Hauptberufliche funktioniert, sondern zu einem großen Teil über ehrenamtliche Mitarbeiter, sollen auch die einbezogen werden. Ihnen steht zwar nicht die Teilnahme an der erwähnten Weiterbildung offen, aber auch sie sollen Möglichkeiten erhalten, in den Prozess eingebunden zu werden. Zum Auftakt dafür gibt es am Mittwoch, 9. Juni, ein Netzwerktreffen – selbstredend digital.

„Wir trommeln jetzt dafür, dass zum Auftakt am 9. Juni möglichst viele mitmachen“, sagt Ulrika Engler. Und Suse Laue ergänzt: „Das kann der Übungsleiter aus dem Sportverein sein oder der Leiter von der Jugendfeuerwehr.“

Im September oder Oktober beginnen dann die Weiterbildungen für die Hauptamtlichen. Nach deren Abschluss ist ein weiteres Netzwerktreffen geplant. Einen Termin gibt’s noch nicht.

Ulrika Engler: „Das, was wir bei diesem Pilotprojekt an Erkenntnissen gewinnen, wollen wir danach auf andere Regionen ausweiten.“ Und ihre Projektleiterin Catarina Gombe ergänzt: „Im besten Fall hat dann jeder, der daran teilnimmt, hinterher ein neues Projekt, das man dann wieder teilen und weitertragen kann.“

Und irgendwann kommen dann vielleicht auch mal die Kinder und Jugendlichen ins Spiel.

Infos zur Anmeldung

www,syke.de

www.ogy.de/t0m3

Von Michael Walter

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