Internationaler Tag der Freundschaft

Freundschaft übersteht Unfälle und Gothic-Parties

Kennen sich seit der siebten Klasse: Laura Kuhlenkamp (links) und Alina Engel.
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Kennen sich seit der siebten Klasse: Laura Kuhlenkamp (links) und Alina Engel.

Er hat immer ein offenes Ohr, ist für jeden Spaß zu haben, man kann ihm vertrauen und sich auf ihn verlassen: der Freund. Anlässlich des internationalen Tags der Freundschaft haben wir nachgefragt, seit wann Menschen aus dem Landkreis sich kennen, was sie verbindet und was ihre schönsten gemeinsamen Erinnerungen sind.

Alina und Laura machen Pizzaabende

Seit der siebten Klasse kennen sich Alina Engel (32) und Laura Kuhlenkamp (33). „Zuerst mochten wir uns gar nicht“, erinnern sich die beiden. Eines Tages wurde Engel gezwungenermaßen neben Kuhlenkamps Freundin gesetzt – und umgekehrt. „So hat sich ein Viererding entwickelt und wir haben gemerkt: So schlimm ist der andere ja gar nicht“, erzählt die 32-Jährige und lacht.

Nach ihrem Abschluss folgte der erste Urlaub: Camping am Steinhuder Meer. „Ich hatte einen Roller, und mit dem sind wir durch die Gegend gefahren“, erinnert sich Engel. Mit dem schwarzen Kymco Roller haben sie Einiges erlebt. Ein Erlebnis werden die beiden wohl nie vergessen: Als sie etwa 17 Jahre alt waren, waren sie mit ihm auf dem Weg zu einem Osterfeuer. Kuhlenkamp saß am Steuer. „Laura hat zu mir gesagt: Oh, guck mal, das Osterfeuer.“ Beide schauten in die Richtung. Und weil es so matschig war, rutschte das Vorderrad weg. Sie flogen beide übers Lenkrad (keine Verletzten) und landeten auf einem frisch gegüllten Feld. „Das hat so gestunken“, erzählt Kuhlenkamp mit einem Lachen. „Gegen den Schock gab es erst mal einen Jägermeister“, sagt die 33-Jährige. Sie verraten: „Das ist unsere Lieblingsgeschichte. Die kennt jeder.“ Denselben Humor haben sie auf jeden Fall.

„Als Jugendliche haben wir uns eine Zeit lang jeden Freitag getroffen und einen Pizza- und Mousse-au-Chocolat-Abend gemacht“, erzählt Kuhlenkamp. Mittlerweile sehen sie sich nicht mehr so häufig, obwohl sie in Gessel und Barrien wohnen. „Wir sind beide relativ viel unterwegs“, sagt Engel. Zudem haben sie ihre eigenen Familien.

Tina und Jenny sind Gryffindor und Slytherin und verstehen sich trotzdem

Tina Sittnick (31) und Jenny Erdmann (29) sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Trotzdem hält ihre Freundschaft seit 27 Jahren. „Ich mag Glitzer und Prinzessinnen. Sie mag Star Wars und Gothic“, sagt Sittnick. Sie lebt schon immer in Bassum. Dann zog Erdmann in die Nachbarschaft. „Ich habe nur gesehen: Oh, ein neues Kind!“, erinnert sich Sittnick. „Dann haben wir angefangen, über den Zaun zu brüllen“, ergänzt Erdmann. „Seit ich denken kann, ist Jenny da.“ Von da an haben sie sich fast jeden Tag gesehen, zusammen Barbie gespielt oder eine normale Gartenrutsche in eine Wasserrutsche verwandelt. „Wir haben oben Gartenschläuche reingehängt. Dadurch waren wir total schnell. Wir konnten kaum noch bremsen und sind bis ins Blumenbeet gerutscht“, erzählt Sittnick und beide lachen.

Unterschiedlich wie Tag und Nacht sind Jenny Erdmann (links) und Tina Sittnick.

Mittlerweile wohnt die 29- Jährige in Magelsen. Spontane Treffen seien daher seltener geworden. Vergangenes Jahr waren sie zusammen im Disneyland in Paris. „Und danach waren wir in London und sind zur Harry-Potter-Tour gegangen“, so Sittnick. Die Filme und Bücher mögen beide, aber „ich bin Gryffindor und sie Slytherin“, beschreibt Sittnick es. So würden sie sich jedoch wieder ergänzen.

Der Musikgeschmack ist auch verschieden. Sittnick erinnert sich lachend: „Einmal bin ich mit auf eine Gothic Party gegangen. Ich dachte mir: Probier es doch mal aus. Sagen wir mal so – seitdem gehen wir nur noch auf getrennte Partys.“ Streit habe es noch nie gegeben, sie können sich aufeinander verlassen. „Wenn ich Tina nachts aus Hamburg anrufen würde, dann würde sie mich abholen“, ist Erdmann sich sicher.

Laura und Katharina unternehmen Weltreisen durch Ströhen

Zwei Weltreisen durch Ströhen haben Laura Henke und Katharina Hagedorn unternommen. „Die Idee kam, weil Laura im Juni 25 Jahre alt geworden ist. Eigentlich wollte ich ihr einen Städtetrip schenken“, erzählt Hagedorn. Da dachte sie sich: „Irgendwas anderes muss her. Und dann hatte ich die Idee, eine Weltreise zu machen. Und wenn man nicht weg darf, dann macht man das eben im Dorf.“

Insgesamt 20 Länder haben die Freundinnen Laura Henke und Katharina Hagedorn bei ihren zwei Weltreisen durch Ströhen erkundet.

Innerhalb eines Tages haben die beiden elf „Länder“, „Inseln“ und „Städte“ in Ströhen erkundet – darunter unter anderem Finnland, Österreich und Italien. Dafür waren sie in der Natur oder bei Freunden zuhause. „Bei uns gibt es einen Aussichtsturm im Moor. Das war dann der Eiffelturm in Frankreich. Wir haben auch die arabischen Emirate besucht, und die Käserei hier war Holland“, schildert Hagedorn. Um Afrika zu entdecken, waren sie im Tierpark Ströhen. „Laura hat mir dasselbe dann zu meinem Geburtstag geschenkt.“

Bei ihrer zweiten Weltreise im Juli haben sie neun „Länder“ gesehen. „Während der Reisen haben wir Ländertypisches getrunken und gegessen und wir haben uns verkleidet und die passende Musik gehört“, sagt Henke. Die beiden kennen sich von Kindesbeinen an. Henke: „Wir waren zusammen im Kindergarten und der Grundschule, dann in derselben Klasse. Und wir haben unsere Ausbildung zusammen gemacht. Eigentlich sind wir alle Wege zusammen gegangen.“

Von Lara Terrasi

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