Initiative um Karl Nicoley will Bürger für Lärmaktionsplan der Stadt begeistern

„Syke ist eine Stadt, die das verdient hätte“

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Karl Nicoley, Ute Nicoley (l.) und Elke Sonnenburg wünschen sich mehr Maßnahmen gegen den Lärm an der B6.

Syke - Von Frank Jaursch. Karl Nicoley ist es zu leise – wenn es um den Lärmaktionsplan der Stadt Syke geht. „Diesen Plan muss man bekannt machen“, betont der Syker, der auch ein Motor der Bürgerinitiative „Nein zu Schwerlastverkehr mit Lärm und Abgasen im Syker Ortskern“ ist. Denn der Entwurf des Plans, der jetzt einen Monat lang im Rathaus zur Ansicht ausliegt, verfolgt zu weiten Teilen den Ansatz der Initiative.

Mit dem Aktionsplan setzt die Stadt eine EG-Richtlinie über die „Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ um. Aus dem Plan, dessen Entwurf Anfang Juni durch den Stadtrat ging, erwächst zwar kein Anspruch auf Umsetzung von lärmreduzierenden Maßnahmen. Aber den Mitgliedern der Initiative ist die 46-seitige Arbeit eines Hannoveraner Planungsbüros Wasser auf die Mühlen.

„Der Plan als Ganzes ist prima“, findet Nicoley, „die Ansätze befürworten wir sehr.“ Ein Lärmkataster zeigt, wo in Syke der Lärm am größten ist: Ganz vorn liegt da, wenig überraschend, die B6. Der Aktionsplan gibt darüber hinaus Empfehlungen, wie der Lärm reduziert werden kann, und listet die bereits umgesetzten und für die Zukunft geplanten Maßnahmen auf.

Eine Grafik auf Seite 33 des Planentwurfs dürfte Nicoley frohlocken, zumindest aber schmunzeln lassen: „Ortsumgehung geplant“ steht da zu einer kleinen schraffierten Streckenführung auf der Syke-Karte.

Die so angedeutete Trasse führt von der Nordumgehung ausgehend, westlich um Syke herum – und beschreibt ziemlich genau die Strecke, die die Bürgerinitiative als bevorzugten Verlauf bezeichnet hat.

Dabei hatte der Stadtrat sich 2012 auf einen Beschluss geeinigt, der die Aufnahme einer Umgehungsstraße in den Bundesverkehrswegeplan „ohne Benennung einer Linienführung“ vorsah. „Das war ein Fehler“, ist sich Elke Sonnenburg von der Initiative sicher.

Nicoley empfiehlt allen Bürgern, die Gelegenheit zu ergreifen und ihre Meinung zum Lärmaktionsplan kund zu tun. Noch für drei Wochen liegt der Entwurf zur Einsicht und Stellungnahme im Rathaus aus.

Karl Nicoley hält einen Kreiszeitungs-Artikel in die Höhe, auf dem die Barenburger Umgehungsstraße angekündigt wird. „Es geht also, wenn die Kommune dahinter steht.“ Dazu wäre aber eine größere Anstrengung von Sykes politischen Vertretern nötig. „Syke ist doch eine Stadt, die das verdient hätte.“

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