Info-Nachmittag zu Rauchmelder-Pflicht

Der tödliche Qualm kommt vor der Hitze

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Norbert Bußmann (r.) erläuterte den Zuhörern die Funktionsweise verschiedener Rauchmelder.

Von Frank Jaursch. „Ich hab einen Hund, der passt auf.“ – „Die Hitze wird mich schon früh genug wecken.“ – „Ich wohne in einem Steinhaus, das brennt nicht.“ – Eine ganze Reihe von modernen Märchen ranken sich um das Feuer in den eigenen vier Wänden. Mit allen räumte Stefan Wittrock, Gruppenführer der Feuerwehr und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, gestern Nachmittag auf.

„Der Rauch ist eher da als die Hitze“, betonte er vor etwa 30 Zuhörern im Ratssaal. Gemeinsam mit Norbert Bußmann, als Händler für Sicherheitstechnik bestens mit dem Thema vertraut, brachte Wittrock ihnen auf Einladung der Senioren 50Plus den Einsatz von Rauchmeldern näher. Und fand deutliche Worte über die Lebensgefahr, in der man im Fall eines Feuers im Haus schwebt. Nicht das Feuer sei die Gefahr, sondern der Rauch, der schneller und lautloser als die Flammen tötet. „Schon zwei bis drei Atemzüge können tödlich sein“, betonte Wittrock. Und sorgte für erstauntes Schweigen.

Anfang nächsten Jahres müssen alle Häuser in Niedersachsen mit Rauchmeldern ausgerüstet sein – übrigens auch jene, die privat von den Eigentümern genutzt werden, betonte Wittrock. Bußmann erläuterte die unterschiedlichen Modelle – vom Billigmelder für drei Euro bis zum per Funk verbundenen KomfortSystem.

Gut 30 Euro kosten die Exemplare, die Wittrock und Bußmann empfehlen, pro Stück. Sie haben eine fest installierte Batterie und halten mindestens zehn Jahre. Je ein Rauchmelder sollte in Flur, Kinderzimmer und Schlafzimmer angebracht sein – dann besteht Mindestschutz.

Dass der gerade bei Senioren Leben retten kann, dokumentierten andere Zahlen: Mehr als 60 Prozent der Brandtoten, seien älter als 60 Jahre, betonte Wittrock.

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