Impulsreferat beim Business-Lunch

Den Wert der Mitarbeiter erhalten

+
Günter Lange

Syke - Von Andreas Hapke. Den Wert eines Unternehmens bilden die Menschen, ihre Kompetenzen, ihr Engagement, sagt der Wirtschaftsmediator und Organisationspsychologe Günter Lange. „Geht respektvoll damit um“, lautet folglich seine Forderung in Richtung Betriebe.

Wie Firmenchefs diesen Wert erhalten und vielleicht sogar steigern können, erklärte Lange 25 Unternehmern beim siebten Syker Business-Lunch im Restaurant „Da Nino“. Der Referent war auf Einladung der Syker Wirtschaftsförderung und der Syker Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer (IHK) gekommen, um in einem Impulsreferat das Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vorzustellen. „Es geht um die Zukunft der Arbeit; darum, was kleine und mittelständische Unternehmen benötigen, um sich mit ihrer Personalstrategie zukunftsfähig aufzustellen“, sagte Lange vorab in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Voraussetzung dafür sei eine Bereitschaft der Betriebe, hinzuschauen und Veränderungsprozesse anzunehmen. Wer offen sei, finde Unterstützung in dem Förderprogramm.

Faire und verlässliche Arbeitsbedingungen spielen laut Lange eine große Rolle. Vor diesem Hintergrund schauen die Berater auf vier Handlungsfelder, etwa auf die Förderung der Gesundheit. „Das heißt nicht nur, dass der Mitarbeiter etwas für seinen Rücken tut. Was braucht er an Stressentlastung? Darauf kommt es auch an“, sagte der Referent. Als weitere Handlungsfelder nannte er die strategisch ausgerichtete Personalführung, die Verwirklichung von Chancengleichheit sowie aktive Wissens- und Kompetenzvermittlung. „Die Beratung konzentriert sich aber nur auf zwei der vier Aspekte. Alles anzugehen, ist illusorisch.“

Das niederschwellige Angebot biete „eine Unmenge an Anregungen zum Nulltarif“, sagte Lange. Demnach können sich Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern eine professionelle, zehntägige Beratung zu 80 Prozent bezuschussen lassen, bei Firmen mit mehr als zehn Mitarbeitern beläuft sich die Förderquote auf 50 Prozent. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Programmen laut Lange: Die Veränderung entsteht als Prozess gemeinsam mit der Belegschaft, und nach einem halben Jahr meldet sich der Prozessberater zum „Feedback-Gespräch“.

Wie schwer es zuweilen ist, offen für Veränderungen im Umgang mit den Mitarbeitern zu sein, weiß Hartmut Schomburg, Inhaber von Per Pedal in Syke, aus eigener Erfahrung. „Die jungen Kollegen haben eine andere Einstellung zur Arbeit als die vorangegangene Generation. Sie wollen sich permanent einbringen. Ich muss ihnen Freiraum lassen, damit sie sich entwickeln können“, berichtet Schomburg. „Das heißt auch loslassen und Fehler in Kauf nehmen, was mir erst schwer gefallen ist.“

Weitere Informationen zum Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ gibt es im Internet.

www.inqa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Prinzessin Charlotte (2) ist einfach süß, auch schlecht gelaunt 

Prinzessin Charlotte (2) ist einfach süß, auch schlecht gelaunt 

Blutige Unruhen in Jerusalem: Bilder der Wut und Gewalt

Blutige Unruhen in Jerusalem: Bilder der Wut und Gewalt

William und Kate bringen Glamour nach Hamburg

William und Kate bringen Glamour nach Hamburg

Tote und viele Verletzte bei Unruhen wegen Tempelberg-Krise

Tote und viele Verletzte bei Unruhen wegen Tempelberg-Krise

Meistgelesene Artikel

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Schönheits-OPs: Je näher der Strand, desto mehr Silikon

Schönheits-OPs: Je näher der Strand, desto mehr Silikon

Kommentare