Käufer zahlen 386 Millionen Euro

Immobilien: Rekordumsatz im Landkreis Diepholz

Helmut Weiß (l.) und Gerd Ruzyzka-Schwob, Vorsitzender des Gutachterausschuss für Grundstückswerte, studieren die Preisentwicklung in Sykes Innenstadt. ·
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Helmut Weiß (l.) und Gerd Ruzyzka-Schwob, Vorsitzender des Gutachterausschuss für Grundstückswerte, studieren die Preisentwicklung in Sykes Innenstadt. ·

Syke - Von Rafael Kaluza. Der Landkreis Diepholz hat 2013 mit 386 Millionen Euro einen neuen Rekordumsatz auf dem Immobilienmarkt erreicht. Das gab gestern der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Sulingen im Katasteramt Syke bekannt. Die Gründe für diese Entwicklung liegen in den stark gestiegenen Preisen für Ackerflächen und in den leicht erhöhten Bodenrichtwerten.

Dabei sind deutliche Unterschiede zwischen ländlichen Gegenden und Städten, aber auch zwischen Nord- und Südkreis zu verzeichnen. „Die Leute aus dem Süden wären erstaunt, wie hoch die Preise hier im Norden sind“, erklärte Gerd Ruzyzka-Schwob, Vorsitzender des Gutachterausschusses, der zusammen mit Helmut Weiß, Leiter der Regionaldirektion beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN), die neuen Zahlen vorstellte.

So sind die Preise in Syke die höchsten im ganzen Landkreis: In der südlichen Hauptstraße und am Hachepark stiegen die Preise für Bauland von 205 Euro pro Quadratmeter auf 230 bis 240 Euro. Zum Vergleich: In Sulingen kostet ein Grundstück im Innenstadtbereich nur etwa 100 Euro pro Quadtrameter.

Auch in Stuhr und Weyhe sind die Baulandrichtwerte hoch – bis zu 190 Euro. Im Mittel liegen die Preise bei etwa 130 Euro und sind damit weitesgehend stabil geblieben. Deutlich günstiger sind die Grundstücke in ländlicheren Gebieten wie der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Dort zahlten Käufer im vergangenen Jahr im Mittel nur 44 Euro. Damit sank der Wert sogar um drei Euro.

Die insgesamt im Landkreis Diepholz aber doch gestiegenen Preise begründet Ruzyzka-Schwob mit der höheren Nachfrage nach Grundstücken und dem eher niedrigen Angebot in einigen Gebieten. Auch die gestiegenen Erschließungskosten wirken sich aus, sie machen laut Gutachterausschuss in vielen Bereichen schon fast die Hälfte des Bodenwertes aus.

Noch wesentlich deutlicher sind die Preise für Ackerflächen gestiegen, im ganzen Landkreis im Mittel um rund 60 Cent von 2,90 Euro auf 3,50 Euro.

Alle Bodenrichtwerte für den Landkreis können ab sofort bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erfragt werden. Ab März können sie kostenpflichtig auch im Internet eingesehen werden.

http://www.gag.niedersachsen.de

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