Immer langsam voran

Das Rosarium in Wachendorf macht sichtbare Fortschritte, braucht aber noch viel Zeit

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Der Wiederaufbau des Fachwerkhauses von 1754 steht geradezu symbolisch für das Projekt Rosarium: Man sieht, es geht voran. Aber es dauert noch, bis wirklich was zu sehen ist. 

Wachendorf - Von Heiner Büntemeyer. Die Arbeiten am Rosarium in Wachendorf gehen voran: Sichtbares Zeichen ist das Gerippe eines mächtigen Fachwerkhauses, dessen Ständer vor einem Jahr noch wie ein übergroßes Mikado unter einer Plane verdeckt auf dem Gelände lagen. Inzwischen ist erkennbar, wie groß der fast 30 Meter lange und 14 Meter breite Bau wird, dessen Struktur jetzt schon sehr eindrucksvoll wirkt.

Zum ersten Mal wurde dieses Gebäude 1754 im Artland errichtet, später abgebrochen und zwischengelagert, ehe Carsten Heusmann es entdeckte und für das Rosarium erwarb. Jedoch ist dem Holz die Lagerung nicht gut bekommen, so dass der Wiederaufbau unterbrochen werden musste. Per Wärmebehandlung mussten die Balken von Ungeziefer befreit werden.

Erkennbar wird auch schon die breite Zuwegung, die als Hauptachse – gesäumt von 24 Eichen – direkt auf das Eingangstor zustrebt.

Auf dem Außengelände sind bereits erste Pflanzungen erfolgt, doch ist erkennbar, wie viel Arbeit noch erforderlich ist, bevor der „Garten- und Landschaftspark Rosarium“ fertig sein wird. Allerdings: „Fertig werden wir nie. Aber das wollen wir auch gar nicht“, erklärt Sprecher Manfred Rinas.

Rosarium soll bundesweiten Modellcharakter haben

Wenn es eröffnet ist, soll das Rosarium bundesweiten Modellcharakter haben. Bei einem Projekt dieser Größe spielt die Finanzierung immer eine besonders große Rolle. Wer sich finanziell am Aufbau dieses Parks beteiligen möchte, kann Aktien erwerben oder Mitglied des Vereins „Garten- und Landschaftspark Rosarium“ werden. Inzwischen haben die Chefplaner Manfred Rinas, Johann Meyer, Detlef Wolters und Geschäftsführer Thomas Ritter eine weitere Möglichkeit ersonnen, wie interessierte Bürger die Arbeiten unterstützen können: Patenschaften könnten für Blumenbeete, Einzelpflanzen, ein geplante Streuobstwiese oder einen Obelisken mit Strauchrosen übernommen werden. Oder für Parkbänke.

Ganz neu ist die Idee, im Rosarium eine Allee anzulegen, die von Bäumen gesäumt ist, die seit 1989 zum Baum des Jahres gekürt wurden.

Johann Meyer hofft, dass trotz der vielen Arbeit 2018 der Öffentlichkeit der erste Bauabschnitt vorgestellt werden kann. Bis dahin könne jeder einen Beitrag dazu leisten, dass aus einer Vision Wirklichkeit wird.

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