BBS-Schüler präsentieren eigenes Marketingkonzept für die Frischekiste

Idee: Günstiges Gemüse für klamme Studenten

Mit großem Interesse verfolgt Heinz-Jürgen Michel (Mitte) von der Frischekiste die Anregungen der BBS-Schüler zum Marketingkonzept des Gesseler Unternehmens. Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Bjarne Kommnick. Junge Kunden an den Vertrieb zu binden, das kann die Zukunft eines Unternehmens sichern. So denken Christian Taddigs, Jeton Gashi, Luca Knoerig, Niklas Reunitz, Ole Voß und Tim Hoberg von der Fachoberschule Wirtschaft der BBS Syke. Die sechs Schüler haben viele Ansätze erarbeitet, wie sie den Vertrieb von Heinz-Jürgen Michels Frischekiste in Syke verbessern würden, vor allem der Verkauf an jüngere Zielgruppen stand dabei im Fokus.

Dafür haben die Jugendlichen eine Präsentation über und mit der Frischekiste erarbeitet. Beatrice Kirchheck hatte das damit verbundene Marketing-Projekt 2017 ins Leben gerufen: „Wirtschaftliche Strukturen kennenzulernen, geht am echten Beispiel deutlich besser als am Fallbeispiel. Deshalb beschäftigen wir uns auch mit realen Unternehmen.“

Vor vier Jahren fiel der Startschuss für das Projekt. Kirchheck ging dafür auf regionale Unternehmen und Vereine zu und gewann bisher den Bioland-Hof Steding, den Tennisverein Syke, die Volkshochschule, die Natur Ranger und die Frischekiste für die Zusammenarbeit.

Das Projekt verfolgt laut Kirchheck mehr als ein Ziel: „Die Schüler sollen sich ein Bewusstsein dafür schaffen, was es bedeutet, regional und nachhaltig einzukaufen und aktiv zu werden.“ Die Unternehmen würden von der Sicht der Jugendlichen profitieren und die Schüler davon, dass sie nicht nur für ihren Lehrer arbeiten. Kirchheck beobachtet: „Ich erlebe die Jungs noch mal ganz anders als im Unterricht, wo sie die Inhalte oft nur konsumieren.“

Stattdessen seien die Schüler engagierter, interessierter, weitsichtiger und kreativer: „Es entwickelt sich ein richtiger Gründergeist.“ Deshalb seien laut Kirchheck außergewöhnliche und spannende Ideen zustande gekommen. Michels teilt diese Ansicht: „Es war sehr interessant, die Frischekiste mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.“

Das Präsentations-Konzept der Schüler war ein Studentenrabatt für Produkte der Frischekiste. Vergünstigungen durch den Studentenausweis sollen junge Kunden früh an das Unternehmen binden, um auch in Zukunft als Käufer in Erscheinung zu treten, so die Idee. Dafür nannten die Präsentierenden Stärken und Schwächen des Unternehmens. In der Präsentation heißt es, der Syker Biolebensmittellieferant habe es sich zur Aufgabe gemacht, seine Kunden so emissionslos wie möglich zu bedienen. Laut den Jugendlichen treffe das die Interessen der jungen Generation.

An der Arbeit der Frischekiste gab es kaum etwas zu bemängeln, viel mehr rückte die Außendarstellung in den Fokus, denn die qualitativ hochwertige Arbeit würde nicht die Aufmerksamkeit erfahren, die es nach Meinung der Schüler verdient hätte.

Also wurde ein Konzept entwickelt, um junge Kunden zu erreichen. Neben der vorgeschlagenen Kostenvergünstigung für Studierende spielten das Internet und öffentliche Werbeflächen eine große Rolle. „Ein paar Anregungen nehme ich von hier auf jeden Fall mit“, freut sich Michels über das gemeinsame Projekt.

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