Lesung und Ausstellung

Syker Künstlerin Lisa Brenk: „Ich würde platzen, wenn ich nicht malen würde“

+
Lisa Brenk zeigt ihre Werke im Hachehuus.

Syke - In der Welt von Lisa Brenk kann jeder das sein, was er möchte. Wolkenbemaler, Käsehobler oder Türstopper. Zumindest in Immerstadt, einem Ort, der ihrer Fantasie entsprungen und Schauplatz in einem ihrer Bücher ist. Fünf sind bereits erschienen, drei weitere fertig, zwei in der Mache. Ihr Traum: eines Tages davon leben können.

Geschrieben hat die 29-jährige Sykerin schon immer. „In einem Grundschulzeugnis stand ,Lisa schreibt gern kleine Geschichten und verschenkt sie dann an Andere’“, erzählt sie lächelnd. Und obgleich sie klar sagt, dass sie sich im Genre Fantasy bewegt, kommen in ihren Romanen keine Elfen, Orks oder Zwerge vor. Es sei eine ganz eigene Welt.

Die 29-Jährige legt dabei Wert auf Skurrilität und Humor, wobei Letzterer sich eher zufällig zwischen die Zeilen schleiche, nicht erzwungen sei. Das komme gut an, wie sie den Rezensionen entnimmt, die im Übrigen in erster Linie von Erwachsenen stammen. Brenk spricht von All-Age-Literatur.

Zwischen den Kapiteln findet man kleine Illustrationen, die sie selbst gezeichnet hat. Denn die Kunst zieht sich genau so durch ihr Leben wie das Schreiben. „Das gehört bei mir einfach dazu. Das war schon immer so.“ Ihre Bilder stehen meist im Zusammenhang mit der Natur: Wald, Meer und Himmel. Motive, die für sie mit Sehnsucht und dem Wunsch nach Freiheit verbunden sind. Früher habe sie „mal hier und da“ gemalt. Inzwischen nehme sie sich einen Tag pro Woche. Dann kommen die Bilder aus dem Kopf auf die Leinwand. „Ich würde platzen, wenn ich nicht malen würde.“ Es gebe auch mal düstere Motive, klar. Doch nie fehle der Funke Hoffnung, das fantastische Element, erzählt sie.

Ein Wunsch von ihr ist es, irgendwann Kinderbücher zu schreiben und zu illustrieren. Einen gewissen Erfahrungsschatz habe sie bereits. „Ich arbeite nebenbei im Kindergarten“, berichtet die gelernte Sozialassistentin. Dort wende sie derzeit das „Sensitivity Reading“ an. Es gehe darum, die Kinderbücher darauf zu prüfen, ob sie politisch korrekt sind oder etwa veraltete Rollenbilder vermitteln, wie die Mama am Herd.

In Brenks Werken herrsche Gleichberechtigung, so wie das sein sollte. Unterschwellig klinge ihre Haltung mit. „Es sind aber keine politischen Romane“, stellt sie klar.

Gleich zwei Mal können Interessierte sich in den kommenden Wochen im Gemeindehaus Hachehuus in Barrien von Brenks Werken überzeugen. Die Ausstellung „Wolkenmeer“ zeigt sie vom 20. bis zum 27. Oktober . Die Eröffnung beginnt am Sonntag um 15 Uhr. Außerdem lädt sie zu einer kostenlosen Lesung am 26. Oktober um 16.30 Uhr ein. Lesen werden aus Mr. Barnacals Schildkröte Klaus Zimmermann und aus dem Umwirbelkomplott Muriel Fiedelschuster. Sie selbst fühle sich auf der Bühne nicht wohl. „Ich werde aber natürlich dort sein und Fragen beantworten.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Nach Tötung von Dschihad-Führer: Raketenangriffe auf Israel

Nach Tötung von Dschihad-Führer: Raketenangriffe auf Israel

Neuengland is(s)t mehr als Clam Chowder

Neuengland is(s)t mehr als Clam Chowder

Was mit dem Alkohol im Essen passiert

Was mit dem Alkohol im Essen passiert

Der Renault Captur zeigt Sinn fürs Praktische

Der Renault Captur zeigt Sinn fürs Praktische

Meistgelesene Artikel

Amateurfußball-Stickerspaß: Drei Vereine, ein Sammelalbum

Amateurfußball-Stickerspaß: Drei Vereine, ein Sammelalbum

Bassum Open Air 2020 mit Milow, Mia Julia, Max Giesinger und mehr

Bassum Open Air 2020 mit Milow, Mia Julia, Max Giesinger und mehr

Geyer: „Kein Klärschlammproblem“

Geyer: „Kein Klärschlammproblem“

Unfall auf der B6: Auto überschlägt sich – Mann in Trümmern eingeklemmt

Unfall auf der B6: Auto überschlägt sich – Mann in Trümmern eingeklemmt

Kommentare