Marion Wilk zeigt Acrylmalerei im Museum / Ziel: Mehr Wertschätzung von Hof- und Wildtieren

„Ich glaub, ich muss mal ‘ne Kuh malen“

Marion Wilk präsentiert ihre Ausstellung „Tiere am Gartenzaun“ im Ackerbürgerhaus des Kreismuseums. Hat sie sich zunächst vor allem auf Kühe beschränkt, so sind in den vergangenen Jahren auch andere Hof- und Wildtiere in ihren Fokus gerückt – etwa Waldkauz und Fuchs. Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Frank Jaursch. „Musik und Sekt brauch’ ich nicht.“ Auf eine Vernissage kann Marion Wilk nach eigener Aussage gern verzichten. Viel wichtiger ist der in Ostereistedt beheimateten Künstlerin, dass ihre Werke in einem passenden Ambiente präsentiert werden. Und da hätte die Wahl vermutlich auf keinen „richtigeren“ Ort fallen können als das Kreismuseum.

„Das passt zu uns“, ist auch Kreismuseums-Leiter Dr. Ralf Vogeding überzeugt und weist auf die Nähe zum Museumsgarten und zum benachbarten Krendel hin. Die 59-jährige gebürtige Bremerin hat sich voll und ganz dem Malen von Hof- und Wildtieren verschrieben, seit sie – eigentlich ganz Stadtmensch von Geburt – vor sechs Jahren aus Hamburg raus aufs Land zog.

„Kühe & Co. – Tiere am Gartenzaun“ ist der Titel ihrer Ausstellung. Tatsächlich liegt an ihrem heimischen Gartenzaun der Ursprung einer erstaunlichen künstlerischen Veränderung. Ihr ganzes Leben, so erzählt Wilk, habe sie abstrakt gemalt – und erst nach dem Umzug aufs Land ihre Liebe zur gegenständlichen Malerei entdeckt.

Durch den Anblick der friedlichen Wiederkäuer auf der anderen Seite des Zaunes habe sei eine andere Wahrnehmung von Tieren bekommen, schildert Marion Wilk. „Ich habe sie gefüttert und Freundschaft mit ihnen geschlossen.“ Irgendwann sei ihr der Gedanke gekommen: „Ich glaub, ich muss mal ‘ne Kuh malen.“

Aus der einen wurden ganz viele Kühe, später kamen zunächst andere Hoftiere wie Ziegen, Schafe und Pferde hinzu. Mittlerweile stehen auch Wildtiere, denen sie in ihrem Garten begegnet ist, im Fokus der Autodidaktin. „Wir haben im Garten ungefähr 50 Vögel, manchmal Feldhasen und eine Fuchsfamilie.“ Sie möchte damit nach eigener Aussage auch für eine stärkere Wahrnehmung und größere Wertschätzung gegenüber den Tieren werben. „Selbst der kleinste Vogel hat ein großes Leben“, sagt Wilk.

Im Ackerbürgerhaus des Museums hat sie erstmals bei einer Einzelausstellung einzelne Exponate mit Schrifttafeln versehen. Darauf kann ein Steckbrief, eine kritische Auseinandersetzung oder auch ein Gedicht stehen. „Ich denke, das ist ein Mehrwert.“

Die Künstlerin liebt es, sich in ihre Arbeiten zu vertiefen. „So ein Bild zu malen, dauert Wochen, manchmal Monate.“ Aus diesem Grund bietet sie nicht nur Originale, sondern auch günstigere Reproduktionen von ihren Werken an.

Insgesamt 22 Originale und neun Reproduktionen finden bei der Ausstellung Platz. Zu sehen ist „Kühe & Co. – Tiere am Gartenzaun“ ab sofort und bis zum 9. Februar.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

UN-Gericht: Myanmar muss Rohingya vor Völkermord schützen

UN-Gericht: Myanmar muss Rohingya vor Völkermord schützen

China schottet Wuhan und weitere Millionenstädte ab

China schottet Wuhan und weitere Millionenstädte ab

Strandwandern und Walfang-Historie auf Borkum

Strandwandern und Walfang-Historie auf Borkum

Bundesinnenministerium verbietet Neonazi-Gruppe "Combat 18"

Bundesinnenministerium verbietet Neonazi-Gruppe "Combat 18"

Meistgelesene Artikel

Autohändler gibt mit Bugatti Chiron Vollgas - Polizei schreitet ein

Autohändler gibt mit Bugatti Chiron Vollgas - Polizei schreitet ein

DSDS-Kandidatin flasht Dieter Bohlen - der zieht Vergleich mit DSDS-Sieger

DSDS-Kandidatin flasht Dieter Bohlen - der zieht Vergleich mit DSDS-Sieger

Heftiger Unfall: Auto prallt gegen Garage und landet kopfüber im Graben

Heftiger Unfall: Auto prallt gegen Garage und landet kopfüber im Graben

Parkplatzsuche bei IKEA außer Kontrolle: Autofahrer tritt Konkurrenten

Parkplatzsuche bei IKEA außer Kontrolle: Autofahrer tritt Konkurrenten

Kommentare