Hunderte Gäste bei Trauerfeier

Wilhelm Tesch: Trommeln zum Abschied

Syke - Von Frank Jaursch. Vollbesetzte Christuskirche zum Abschied von Wilhelm Tesch: Zur Trauerfeier für den langjährigen Syker Pastor, der am 9. Mai im Alter von 70Jahren verstorben war, haben ihm gestern mehr als 300Menschen die letzte Ehre erwiesen.

Keine gewaltigen Orgelklänge, sondern leise Klaviertöne und der Rhythmus der von ihm so geliebten afrikanischen Trommeln erklangen im Syker Gotteshaus. Auch dabei: die Trommel, die er als 24-Jähriger von einem Kommilitonen aus Uganda geschenkt bekommen und die ihn durch 45 Jahre seines Lebens begleitet hatte. Im vergangenen Jahr hatte Tesch sie noch in der Kreiszeitungs-Serie „Mein liebster Gegenstand“ vorgestellt.

„‚Ich habe ein schönes Leben‘“, zitierte Pastor Christian Kopp in der Trauerrede einen Satz von Tesch. Dieser dokumentierte den positiven Blick, die Lebensfreude, die große Zuversicht von Wilhelm Tesch – trotz aller gesundheitlichen Widrigkeiten, denen sich der evangelische Geistliche im Verlauf seines Lebens hatte stellen müssen.

Auch Teschs Fähigkeit, andere für seine Ideen zu begeistern, thematisierte Kopp. Ein Schmunzeln des Wiedererkennens lag auf vielen Gesichtern, als der Pastor erzählte: „Ich habe mich immer länger mit ihm unterhalten, als ich es eigentlich ursprünglich geplant hatte.“

Nur kurz ging Christian Kopp auf die vielen Einrichtungen ein, die maßgeblich durch Teschs Engagement entstanden sind: „Von seinem großen Wirken bei uns brauche ich nicht viel zu erzählen.“ Denn dort saßen sie alle und trauerten mit – Menschen aus dem Hospizdienst, vom Männerkreis, von der Bürgerstiftung, der Syker Tafel. Das Bundesverdienstkreuz, das er 2011 verliehen bekam, sei „nur ein Zeichen für so viel Dankbarkeit von ganz Vielen“, so Kopp.

Pfarrer Thomas Kick von der katholischen Kirchengemeinde würdigte Tesch als „ökumenischen Menschen“ – immer in Bewegung, verbindend, im Gespräch, auf der Suche.

„Seine Stimme wird fehlen“, sagte Pastor Kopp. „Sein Platz in den Gottesdiensten wird frei bleiben.“

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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