Vorwerk bildete Rahmen wie Kulisse für Konzert in der Reihe Novissima für Neue Musik

Hören jenseits der Klänge

Von links: Seungwon Yang, Younghi Pagh-Paan, Chen Chengwen, Tobias Klich, Angela Postweiler, Carin Levine.
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Nachträgliches Ständchen zum 75. Geburtstag von Younghi Pagh-Paan im Vorwerk Syke. Ein Konzert im Rahmen der Reihe „Novissima“ für Neue Musik. Von links: Seungwon Yang, Younghi Pagh-Paan, Chen Chengwen, Tobias Klich, Angela Postweiler, Carin Levine.

Syke – Neue Musik ist nicht jedermanns Sache. Seit eh und je haftet dieser Gattung der Ruf des Elitären an, handelt es sich dabei doch weniger um einen akustisch-harmonischen als um einen eher intellektuellen Genuss. Eine kleine, eingeschworene Fangemeinde hatte sich jetzt am vergangenen Donnerstag im Vorwerk versammelt. Die Galerie für zeitgenössische Kunst bildete gleichermaßen den Rahmen wie die Kulisse für ein Konzert der Reihe „Novissima“.

Unter dem Titel „Mit dem Herzen hören“ spielten Angela Postweiler (Sopran), Carin Levine (Flöte) und Tobias Klich (Gitarre) Kompositionen von Ali Gorji, Seungwon Yang, Chen Chengwen, Tobias Klich und John Dowland. Es war gleichzeitig ein nachträgliches Ständchen für Younghi Pagh-Paan zu ihrem 75. Geburtstag im vergangenen Jahr. Und somit standen auch Stücke aus ihrer Feder an diesem Abend auf dem Programm. Die Künstlerin war selbst anwesend.

Younghi Pagh-Paan prägt laut Veranstalter die Entwicklung der Neuen Musik in Deutschland seit über 40 Jahren. Mit insgesamt sechs Werken der aus Korea stammenden Komponistin gab das Konzert im Vorwerk einen Einblick in ihre kompositorische Entwicklung in diesen vier Jahrzehnten. Beginnend mit ihrem ersten in Deutschland komponierten Werk für Flöte solo von 1975 bis hin zur Uraufführung ihrer neuesten Komposition für Sopran und Gitarre von 2020. Die Interpreten des Abends gelten alle als eng mit Younghi Pagh-Paans Musik verbunden und haben oft mit ihr zusammengearbeitet. Im Vorwerk boten sie eine abwechselnde Gegenüberstellung der Werke Pagh-Paans mit anderen Kompositionen.

Diese „Begegnungen der einzelnen Werke“ sollte laut Veranstalter zu einer gegenseitigen neuen Wahrnehmung anregen und auf die Beständigkeit der künstlerischen Themen über die Jahrhunderte hinweg verweisen.

Der ebenfalls aus Korea stammende Komponist Seungwon Yang schrieb eigens für dieses Konzert ein neues Werk, bezugnehmend auf ein Gedicht eines koreanischen Philosophen aus dem 16. Jahrhundert. Das Hören der Klänge reiche nicht aus, heißt es darin. Es komme auf das Hören jenseits der Klänge an, das Hören mit dem Herzen.

Eine Botschaft, die auch die Musik Younghi Pagh-Paans aussendet, sagen die Veranstalter  mwa

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