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Bis 2024 plant die Stadt Syke Bauvorhaben im Volumen von rund 23 Millionen Euro

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Von: Michael Walter

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Bauvorhaben.
Im Lerchenfeld II braucht die Stadt mittelfristig einen neuen Kindergarten. Kosten: Wohl rund 2,5 Millionen. © Walter, Michael

Allein für 2022 sind Bauprojekte für knapp zehn Millionen Euro geplant. Die Stadt Syke rechnet bis 2024 sogar mit Bauvorhaben im Volumen von rund 23 Millionen Euro. Der größte Brocken für dieses Jahr ist dabei die laufende Sanierung des Hallenbads.

Syke – Bauvorhaben für gut 16 Millionen Euro in der Planung und dringender Bedarf für weitere rund sieben Millionen: Das ist ein ganz schönes Ränzel, das die Stadtverwaltung da bewegt. Es enthält eine Vielzahl von Neubauten für die kommenden drei Jahre und dazu eine lange Liste mit dringenden Sanierungen im Gebäudebestand.

Allein für 2022 sind Bauprojekte für knapp zehn Millionen Euro geplant. 2023 werden noch einmal vier Millionen und 2024 gut zwei Millionen fällig. Und für weitere sieben Millionen Euro stehen Bauvorhaben an, die in die laufende Finanzplanung der Stadt bisher noch gar nicht eingeflossen, aber dennoch notwendig sind.

Der größte Brocken für 2022 ist dabei die laufende Sanierung des Hallenbads in Syke. Dafür werden dieses Jahr laut Informationsvorlage der Verwaltung etwa 4,1 Millionen Euro fällig. Damit wäre dieses Sanierungsprojekt aber auch so gut wie abgeschlossen: Für 2023 sind bisher lediglich noch 350.000 Euro vorgesehen. Dann soll alles fertig sein.

Bereits in diesem Jahr fertig werden soll die Erweiterung der Grundschule in Heiligenfelde. Dafür sind knapp 1,9 Millionen Euro eingeplant.

Knapp 1,7 Millionen sieht die Planung für den Neubau des Kindergartens in Okel vor. Dazu kommen dann nochmal 240.000 Euro für die Zwischenlösung: Die Stadt mietet von der Kreissparkasse deren aufgegebene Geschäftsstelle an der Okeler Straße und baut sie zum Kindergarten um. Ist der neue Kindergarten fertig, will die Stadt die umgebaute Sparkassenfiliale als Tagespflege-Einrichtung weiter nutzen.

Mit 1,4 Millionen steht die Sanierung der Jahrgangsbereiche an der Grundschule am Lindhof in der Planung. Im Entwurf für den Haushalt 2022 ist dieses Vorhaben noch gesondert aufgeführt mit dem Vermerk, die Veranschlagung der Kosten müsse noch geklärt werden. Dabei geht es allerdings eher um die Frage, an welcher Stelle diese Kosten im Haushalt auftauchen würden. „Das Geld dafür haben wir eigentlich“, erklärt Bauamtsleiter Hein Sievers auf Nachfrage. Weil Stadt und Politik diese Sanierung seit rund zehn Jahren immer wieder verschoben haben, hat die Stadt die benötigten 1,4 Millionen mittlerweile aus Haushaltsresten zusammensparen können. Diese Restmittel müssen allerdings auch irgendwann mal ausgegeben werden.

850.000 Euro sind gedacht für die Erweiterung des Kindergartens in Gessel. Durch einen Anbau soll Platz geschaffen werden für neue Sozialräume und eine Krippengruppe. 700.000 Euro sind für Arbeiten im Rathaus verplant. Dort geht es vor allem um den Brandschutz.

Mittlerweile auch schon ins sechste Jahr geht die Diskussion um ein neues Feuerwehrhaus für Heiligenfelde. Das jetzige ist nach heutigen Standards viel zu klein. Eine Erweiterung ist nicht möglich. Vor allem, weil das Gelände nicht der Stadt gehört. Seit 2016 beschäftigt sich das Ortskommando mit der Suche nach einem neuen Standort. Anfang 2019 war der dann gefunden: An der Ecke B 6 / Halbetzer Straße. Seitdem lag das Vorhaben wieder auf Eis. Weniger, weil das Geld fehlte, als vielmehr, weil das städtische Bauamt überlastet war. Dieses Jahr soll es jetzt losgehen: 650.000 Euro hat die Stadt noch für 2022 eingeplant und 2,2 Millionen für das kommende Jahr.

Auch der Umbau der Grundschule an der Wassermühle soll dieses Jahr weitergehen: 200.000 Euro sind dafür vorgesehen. Die weit höheren Kosten folgen aber in den kommenden Jahren: 2023 sind es 1,5 Millionen und 2024 sogar 2,3 Millionen.

Für eine Reihe weiterer Bauvorhaben sind noch keine Mittel eingeplant. Allen voran muss die Stadt schon wieder einen neuen Kindergarten bauen. Diesmal im Syker Ortskern. Konkret: Im Lerchenfeld II. Für dieses Neubaugebiet ist vor Kurzem erst die Vermarktung angelaufen (wir berichteten). „Wenn es bebaut ist, werden wir dort einen neuen Kindergarten brauchen“, erklärt Claudia Prößler, die Leiterin des Fachbereichs Bildung und Generationen. „Das Grundstück dafür hat die Stadt schon. Die Planung soll nächstes Jahr beginnen.“ 100.000 Euro Planungskosten würde die Stadt 2023 dafür benötigen sowie 2,4 Millionen für die eigentliche Ausführung im Jahr darauf.

Feuerwehrhaus Heiligenfelde.
Die Diskussion um ein neues Feuerwehrhaus für Heiligenfelde geht mittlerweile schon ins sechste Jahr. © Walter, Michael

Weitere 2,4 Millionen benötigt die Stadt – verteilt auf 2023 und 2024 – für die erforderlichen Sanierungsarbeiten an der Realschule: Dort müssen sämtliche Flachdächer erneuert werden. Am sogenannten C-Trakt (dort war früher die Hauptschule. Aktuell teilen sich ihn Realschule und Gymnasium und in Zukunft soll ihn die Realschule allein nutzen) wird das alte Pultdach zu einem Satteldach umgebaut. Außerdem muss der Brandschutz verbessert werden.

1,5 Millionen Euro braucht die Stadt, damit sie 2023 die Olympiahalle sanieren kann. Das Dach, die Duschen und die Umkleiden sind sanierungsbedürftig. Optional steht noch die Erneuerung der Lüftungsanlage zur Debatte.

Noch ohne jeden Betrag ist der Umbau von Wessels Hotel auf der weiteren „To-do-Liste“ vermerkt.

„Die Aufstellung stellt den heutigen Planungsstand dar“, so Mario Kruse vom städtischen Hochbauamt. „Änderungen können sich durch überarbeitete Planungen, Preissteigerungen sowie bei den Ausführungszeiträumen durch neue Projekte ergeben“, erläutert er in der Vorlage. „Beispielhaft seien hier die vorübergehende Schaffung von Ersatzräumen für die Kindertagesstätte Okel und der in Aufstellung befindliche Feuerwehrbedarfsplan genannt, aus dem sich notwendige bauliche Maßnahmen ergeben können.“

Finanzieren könnte die Stadt all das ohnehin wohl nur über Kredite: Der Entwurf für den Haushalt 2022 weist in seiner mittelfristigen Finanzplanung für die kommenden Jahre jetzt schon durchgehend Fehlbeträge jeweils im Zwei-Millionen-Bereich aus. Die würden sich mit jeder zusätzlichen Investitionen weiter erhöhen.

Hallenbad.
Für die laufende Sanierung des Hallenbads in Syke werden dieses Jahr laut Informationsvorlage der Verwaltung etwa 4,1 Millionen Euro fällig. © Michael Walter

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