Gartenkultur-Musikfestival

Scharniertheater zeigt Sonntag „Die Hände von Kokoro“

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Mit farbenfrohen Masken und Kostümen eröffnet das Scharniertheater aus Hannover am Sonntag im Kreismuseum die Syker Beiträge zum Gartenkultur-Musikfestival.

Syke - Von Michael Walter. „Dieses Stück ist jetzt quasi mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst“, sagt Marianne Buchwald. Sie ist die künstlerische Leiterin des Scharniertheaters aus Hannover – und gerade 60 geworden.

Das hatte sie allerdings eher nicht im Sinn, als sie gemeinsam mit ihrem Ensemble das Stück „Die Hände von Kokoro“ konzipiert hat. Damit eröffnet sie am Sonntag um 15 Uhr im Kreismuseum die Reihe der Syker Beiträge zum Gartenkultur-Musikfestival.

Auf „sehr wunderbare, lebendige Musik“ dürfen sich die Besucher freuen, sagt Buchwald. Und auf phantasievolle Masken, farbenfrohe Kostüme und eine anregende Geschichte. Für die Musik zeichnet ein Ensemble um den Weltmusiker Ulli Meinholz verantwortlich. Der Rest entstand in einer Art Werkstattprojekt mit Marianne Buchwald, einem Darstellerstamm und den Teilnehmern eines Workshops.

Das Stück ist eine Fabel in acht Szenenbildern. Es erzählt vom Krieg und der Hoffnung auf Frieden. Flüchtlinge spielen eine Rolle darin. Und – wie bei Fabeln so üblich – Tiere.

Ameisenbau steht für menschliches Herz

Ein Ameisenbau steht darin symbolisch für das menschliche Herz. „Er hat viele Öffnungen, und sowohl Gutes als auch Böses können dort hinein und hinaus“, sagt Buchwald. Der Ameisenkönig kommt darin vor, der Weise am Wasser und die grüne Fee, die bei Buchwald gleichermaßen die Natur symbolisiert und die Hoffnung.

Die Masken indes sind alt: „Sie stammen von meinem Vater Hans-Ulrich Buchwald“, sagt die künstlerische Leiterin. „Er war Zeit seines Lebens vom Puppen- und Maskentheater fasziniert.“ Und er hat selber welche gemacht. Zunächst zum Spielen für seine kleine Tochter. Bald aber wurde mehr daraus. 1969 gründete er das Scharniertheater. „Und daraus sind jetzt Generationen von Maskenspielern hervorgegangen“, so Marianne Buchwald.

Ein Teil davon gehört zum insgesamt 21-köpfigen Ensemble, das am Sonntag in Syke auftritt. Die Hauptdarsteller haben jedoch eine etwas weitere Anreise hinter sich: Althea Teamer und Ginny Ching-Yin Lo hat Buchwald aus den USA einfliegen lassen, wo sie selbst einen großen Teil des Jahres verbringt. Beide sind professionelle Tänzerinnen. Ching-Yin Lo hat ihre eigene Schule. Und beide haben schon diverse Male in Chicago mit Marianne Buchwald zusammengearbeitet. „Wir kennen uns schon 20 Jahre.“

Aufführung im Museumsgarten

Aufgeführt wird das Stück laut Plan im Museumsgarten. „Nur wenn es ganz schlechtes Wetter gibt, verlegen wir es auf die Diele“, sagt Birgit Neumann vom Museum.

Ginny Ching-Yin Lo bietet übrigens am kommenden Dienstag um 16 Uhr einen Schnupperkurs im Kreismuseum an: 45 Minuten lang können die Teilnehmer eine Fusion aus fernöstlichem und modernem westlichen Tanz kennenlernen. Und die Dozentin verspricht: „Wir werden uns schon bewegen!“

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