Herr Autor lässt lieber lesen

Autoren Jochen Till und Linus Koenig bereiten Syker Schülern Spaß

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Ein Autor mit Comic-Frisur: Jochen Till vertraute den Schülern in der Stadtbibliothek den Grund für seine ungewöhnliche Frisur an: Die habe er, weil er ein großer Fan der „Tim und Struppi“-Comics sei. 

Syke - Von Frank Jaursch. Nanu? Die rund 100 Syker Schüler blicken irritiert zum Lesetischchen in der Stadtbibliothek. Gleich zwei Männer haben dort Platz genommen. Einer von beiden ist Jochen Till, renommierter Jugendbuch-Autor und Stargast des Vormittags. 

Aber wer ist der andere? Der heißt Linus Koenig, ist Schauspieler und wird in der kommenden Stunde die Welt aus dem Buch „Luzifer junior – Zu gut für die Hölle“von Jochen Till zum Leben erwecken.„Ich kann ganz gut schreiben, aber im Vorlesen bin ich nicht so gut“, sagt Jochen Till fast entschuldigend, setzt sich hin und beschränkt sich fortan während der Lesung darauf, im richtigen Moment die nächste Illustration zum Buch („die sind nicht von mir – malen kann ich auch nicht“) an der Wand erscheinen zu lassen.

Auf Einladung von Stadtbibliothek und der Buchhandlung Schüttert haben knapp 100 Kinder aus Syker Schulen an diesem Dienstag die Gelegenheit, den Bücherschreiber Jochen Till aus der Nähe kennenzulernen. Sie löchern ihn mit Fragen. Woher denn die komische Frisur kommt? Wie lange er wohl braucht, um so ein Buch zu schreiben? Ob er auch einen Youtube-Kanal hat? Und ob er, der als Kind doch so gerne Rockstar werden wollte, wohl auch singen kann?

Der Vorleser weiß, wie es geht

Singen? Kann er auch nicht. Und überhaupt. „Das hier ist ja keine Singung, sondern eine Lesung.“ Sagt Till und lässt seinen Partner Linus König loslegen.

Dabei werden schnell zwei Dinge klar. Erstens: Der Vorleser weiß, wie es geht. Koenig schauspielert sich geradezu durch die Seiten, erweckt die Welt des Buches mit seinen Charakteren zum Leben, lässt vor den Augen der Kinder Bilder entstehen. Und zweitens: Jochen Till kann vielleicht nicht gut vorlesen, malen oder singen – aber sich eine tolle Geschichte ausdenken, das kann er.

Die Story handelt von Luzifer junior, dem Sohn des Teufels. Der hat aber eigentlich sein Herz am rechten Fleck und ist viel zu lieb, um irgendwann den Job seines Vaters in der Hölle zu übernehmen. Um aber richtig zu lernen, wie es ist, fies zu sein, wird „Luzie“ kurzerhand auf die Erde geschickt, aufs Sankt-Fidibus-Internat. Dort soll er sich bei Torben und seiner Bande mal abgucken, wie man so richtig fies und gemein sein kann.

Die Grundidee hat Till, so schildert er, von seinem Verlag bekommen. „Der Rest ist von mir.“ Die Schüler vom Gymnasium, von der Realschule und der Erlenschule lernen den kleinen, (meist) knuddeligen Hausdämon Cornibus kennen, sie erfahren, dass der Teufel eigentlich ziemlich Schiss hat vor seinem Chef (der alles sehen und hören soll). Und dass... aber mehr soll nicht verraten werden. Das können Schüttert und die Bibliothek übernehmen.

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