Hermann Uhlenwinkel ist seit 25 Jahren Vorsitzender beim Syker Tennisverein

„Halbe Sachen gibt es bei mir nicht“

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Hermann Uhlenwinkel in der Syker Tennishalle, die es ohne sein Engagement so nie gegeben hätte.

Syke - Von Dieter Niederheide. Das Tennisheim am Lindhof ist so etwas wie sein zweites Zuhause. Dabei ist Hermann Uhlenwinkel (73) erst sehr spät zum Tennis gekommen. Das war 1978, als sein Haus an der Schloßweide fertig gebaut war. „Jetzt muss ich sportlich wieder was tun“, hat sich der leidenschaftliche Fußballer und Leichtathlet damals gesagt. Und die Tennis-Anlage war praktisch nebenan. Dass er aber den Verein ein Vierteljahrhundert als Vorsitzender wesentlich prägen würde, hat er sich damals nicht träumen lassen.

„Ich wurde zunächst technischer Wart“, erinnert sich Uhlenwinkel. „Ein Jahr später gab es an einem Abend einen Anruf: Udo Vierhaus fragte mich, ob ich mal eben zu Jürgen Frerker kommen könne.“ Dort ließ die Vereinsführung dann die Katze aus dem Sack. „Sie fragten, ob ich bereit wäre Vorsitzender zu werden. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.“

Abgeneigt war Uhlenwinkel aber keineswegs. Bei seiner Frau Monika musste er allerdings erst noch Überzeugungsarbeit leisten. Dazu kam, dass er noch mitten im Erwerbsleben stand, und zwar in leitender Position im kaufmännischen Bereich bei in einer Bremer Firma.

Nach reiflicher Überlegung folgte sein Ja. Mit der ihm eigenen Lebensart: „Halbe Sachen gibt es bei mir nicht – und mittendrin aufhören auch nicht, das ist nicht mein Ding.“ Wer ihn kennt, weiß: Das ist bis heute so geblieben.

Die Tennis-Anlage und die Tennishalle, in diesem Jahr 20 Jahre alt und fast ohne Gebrauchsspuren, tragen seine Handschrift. Die Gründung der Betreibergesellschaft Syker Tennis Center GmbH und Co.KG war dabei ein wichtiger Schritt. Uhlenwinkel wurde Geschäftsführer und der mittlerweile verstorbene Gerd Strauß sein Stellvertreter. An die Zusammenarbeit erinnere er sich immer gerne, betont Uhlenwinkel.

Als er den Plan mit dem Bau der Tennishalle offenbarte, sei er von einigen Leuten für verrückt erklärt worden, weiß er heute noch sehr gut. In diesem Jahr hat die Syker Tennis Center GmbH & Co. KG die letzte Rate zur Tilgung des Bankkredits bezahlt. Nicht ohne Stolz sagt Uhlenwinkel: „Ich habe das Ziel erreicht, aber nicht alleine.“ Er vergisst die Leute nicht, die ihm zur Seite standen.

Neben der Halle stehen den Mitgliedern heute sieben Tennisplätze und ein Vereinsheim zur Verfügung. Das Vereinsleben ist intakt, mit einer lebhaften Jugendarbeit. Eigentlich könnte Hermann Uhlenwinkel sich jetzt gemütlich zurücklehnen. Aber: „Es gibt doch immer was zu tun.“

Dass er da noch Zeit hatte 37 Mal das Sportabzeichen zu absolvieren, 25 Mal Blut zu spenden, seit 25 Jahren immer montags zu Waldläufen in der Westermark zu starten, wundert dann doch. Wann erholt er sich eigentlich mal? „Wenn ich mit meiner Frau Urlaub mache.“ Oder wenn die beiden zusammen auf seiner 1200er BMW durch die Landschaft fahren.

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