Herbstmarkt light in Syke

Beratung trifft auf Einkaufslaune: Gutes Wetter sorgt für volle Geschäfte

Viele Menschen in der Syker Hauptstraße
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„Bloß raus und die Sonne genießen.“ Diesem Motto folgten am Sonntag viele Menschen aus Syke und umzu.

Syke – „Quedlinburgia“ hat sogar gegen die hartnäckige Corona-Pandemie die passenden Antworten zum Wohlfühlen. Das gleichnamige Hoch bescherte den Besuchern des Syker Herbstmarktes am Sonntag Sonne, Wärme, trockene Füße und ermöglichte Bummel- und Einkaufsmomente.

Dabei hatte sich die Syker Werbegemeinschaft (WG) als Veranstalterin in Corona-Zeiten mit einem abgespeckten Programm in die Normalität vorgetastet – um das Infektionsrisiko zu minimieren, mit größeren Abständen zwischen den Ständen und Schaustellerwagen. Trotzdem hatten sich schon am frühen Nachmittag zahlreiche Besucher in Syke eingefunden, getreu dem Motto „Bloß raus und die Sonne genießen“. Kein Wunder, dass Eisdiele, Café und Co. ausgebucht waren, und auch in den Geschäften Beratung auf Einkaufslaune traf.

Gekauft! Die Händler freuten sich über gute Geschäfte.

Der örtliche Fachhandel profitierte vom Sonntagsshopping bei gutem Wetter. Bei Nesemann an der Bahnhofstraße gab es nicht nur Porzellan und maschinelle Küchenhilfe. In der oberen Etage hat Inhaber Frank Mithöfer eine kleine Wohnlandschaft mit zahlreichen Accessoires kreiert. Tischgruppen und Polstermöbel, Lampen und Rollos fanden viel Aufmerksamkeit.

Die Modehäuser verzeichneten einen guten Umsatz und entspannte Kunden. Bei Mode-Meyer meinte Mitarbeiterin Karin Huesmann: „Die Leute sind gut drauf, und das bekommen wir mit.“ „Bei Maas macht es Spaß“, sagte Mitarbeiterin Antje Seger.

Einige Autohändler hatten Modelle ausgestellt.

Die Autohändler präsentierten zwischendurch einzelne attraktive Modelle, die so manchen begehrlichen Blick ernteten. Die Besucher flanierten, nutzten den schönen Tag zum Shoppen, holten sich Lesestoff bei Schüttert, aßen Eis bei Mariano im La Piazza, tranken Wein bei Francesco, kauften Dessous bei Leib und Seele oder kehrten zu Kaffee und Kuchen bei Garde, Weymann und im Knusperhaus ein. „Ich bin zufrieden“, brachte es Ina Schüttert auf den Punkt.

Allerdings – und das bleibt offenkundig Sykes merkantiler City-Schwachpunkt – der obere Teil der Hauptstraße bis zur Einmündung Placken- und Gesseler Straße wirkte blutleer, erst im unteren Teil bis zum Kreishaus „brummte“ es. So gab es auch nur dort Stände und Buden.

Enttäuschung zeigte sich deshalb bei Kaufleuten im oberen Teil der Hauptstraße. Keine Stände, kein Kinderkarussell und überschaubar geöffnete Geschäfte vermittelten wenig Herbstmarktfeeling. Gisela Fromm von „Bonbon“, bei ihr kaufen die Kunden Süßes und Tee, klagte über die mangelnde Stimmung und fehlende Stände im oberen City-Abschnitt.

„Viele Schausteller haben uns abgesagt, weil sie woanders einen Stand hatten und für Syke das Personal fehlte“, erklärte Florian Kastner mit einem Hinweis auf die Corona-Lage. Was den dünnen innerstädtischen Branchen-Mix zwischen Ernst-Boden-Platz und der Einmündung Gesseler Straße/Plackenstraße in die Hauptstraße anbelangt, so sieht der WG-Vorsitzende durchaus dringenden Diskussionsbedarf in Rat und Verwaltung.

Grundsätzlich begrüßte Kastner die Entscheidung für einen abgespeckten Herbstmarkt in Corona-Zeiten. „Die Menschen wollten doch raus, das hat man gemerkt“, meinte Kastner. Und als er vom positiven Wetterbericht gehört habe, habe er gewusst, „dass es klappt“, so der WG-Chef.

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