Duo stellt kommenden Roman vor

Premiere auf den Namenlosen Tagen: Hennen und Corvus auf großer Fahrt

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Das „Phileasson“-Autorenduo Robert Corvus (l.) und Bernhard Hennen begeistern mit ihren Romanen Rollenspieler und Fantasy-Fans gleichermaßen. 

Syke - Herbstrekord für die Namenlosen Tage (NT): Die 48-Stunden-Spieleveranstaltung hat erstmals in seiner Geschichte in seiner September-Ausgabe die Marke von 400 Teilnehmern geknackt. Genau 404 Frauen und Männer aus dem gesamten norddeutschen Raum kamen am Wochenende zum Jugendzentrum am Lindhof, um an dem renommierten „Spiel- und Fantasy-Event“ teilzunehmen.

Warum sie alle kamen? Nur zum Spaß. Rollenspiele, Gesellschaftsspiele, Tombola und Quiz standen bis Sonntagabend an. Auftakt und Höhepunkt der NT 27 war dabei der Besuch von zwei lieb gewonnenen Starautoren: Am Freitagabend starteten Bernhard Hennen und Robert Corvus eine Lesung, die vielseitiger kaum sein konnte. Vier Passagen aus vier unterschiedlichen Büchern, Blöcke, in denen die rund 90 Zuschauer Fragen stellen konnten, und ein schräges Rudelsingen standen an.

Bernhard Hennen, einer breiten Leserschaft vor allem bekannt durch „Die Elfen“-Romane und deren Ableger, und Robert Corvus („Gezeiten der Macht“), der sich anschickt, eine ähnliche Karriere wie Hennen hinzulegen, verstanden es, ihre Zuhörer überzeugend in fremde Welten mitzunehmen.

„Phileasson-Saga“ wird mit „Elfenkrieg“ fortgesetzt

Die anderen Hauptdarsteller der NT: Würfel, Spielfiguren – und ganz viel Fantasie.

Zwei der vorgestellten Werke stammen aus der „Phileasson-Saga“, einer der größten Geschichten des erfolgreichsten deutschen Fantasy-Rollenspiels „Das Schwarze Auge“. Unter anderem lasen Corvus und Hennen erstmals eine Passage aus „Elfenkrieg“, dem nächsten Roman rund um die Seefahrer Asleif Phileasson und Beorn. Beim Lesen wechselten sich beide Autoren ab. Hennen als oft durchtriebener Vorleser, Corvus teilweise mit einer Inbrunst, die dem rauen, an Wikinger angelehnten Charakter der Hauptdarsteller der Romanreihe entspricht.

Letztlich gelang es den Autoren zum Abschluss ihrer Lesung, alle Anwesenden im Syker Jugendhaus zum Rudelsingen zu bewegen – zur Melodie der Europahymne und vielfach so schief, wie sonst nur betrunkene Seefahrer ohne allzu viel Schamgefühl grölen würden.

Beide Autoren bilden ein nahezu perfekt ineinandergreifendes Uhrwerk. So zog Corvus seinen nur acht Jahre älteren Co-Autor immer wieder wegen dessen vermeintlich endlos langen Erfahrung als Rollenspielautor und dessen vor langer Zeit gemachten Fehler auf. Hennen seinerseits konnte so unausgesprochen auf seine Erfahrung als herausragender Fantasy-Autor bauen, ohne dabei abgehoben oder arrogant zu wirken. Tatsächlich schätzten ihn seine Fans als einen von ihnen. Und Hennen, der noch bis Samstagabend bei den Namenlosen Tagen weilte und ohne Unterlass mit den Gästen im Austausch war, schätzt Syke.

„Wir kennen und hören unsere Basis“

Und das nicht ohne Grund. Wen man auch fragt: Die Gäste loben die familiäre Atmosphäre, den ruhigen, hervorragend organisierten Ablauf. Als eine von wenigen Conventions dieser Art haben die Namenlosen Tage nach wie vor steigende Besucherzahlen zu vermelden.

„Das macht uns schon ein Stückweit stolz“, räumt Alexander Lenz vom NT-Orga-Team ein. Er glaubt auch den Grund für den anhaltenden Erfolg zu wissen: „Wir kennen und hören unsere Basis.“ Die Vielfalt an den angebotenen Spielerunden habe immer weiter zugenommen – und mit ihnen auch die Ausdauer der Spieler. „Viele Spiele hören erst um fünf Uhr morgens auf.“

Und noch einen Faktor für die eigene Größe kennt Lenz: „Wir stehen auf den Schultern von Giganten“, sagt er und würdigt damit die große Unterstützung durch das Jugendhaus, die Stadt und die Lebenshilfe. Auf ein Neues in sechs Monaten!

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