Sommerfest an der Schlossweide 12

Was heißt denn hier „behindert“?

Edeltraud Stielow (links, Kunstatelier Syke), Andrea Radtke und Nadine Kestner basteln Karten und Untersetzer. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Dagmar Voss. Mal lagen temperamentvolle Sambaklänge in der Luft, dann wieder mitreißendes Motorradknattern, als das Sommerfest der Wohnanlage Schloßweide 12 der Lebenshilfe lockte. Die Mieter von 38 Wohneinheiten hatte das Orga-Team am Samstag zu einem gemeinsamen Fest gebeten, für Kuchen gesorgt, für Flohmarkt und Musik sowie für Mitmachaktionen.

Vormittags ging es los mit einem Singlefrühstück im Gruppenraum des Bistros Delcasy; dazu hatte die „Schatzkiste“ der Lebenshilfe eingeladen, eine Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung.

Das Orgateam sorgte inzwischen für späteren, nachmittäglichen Nachschub, so hatte Nadine Kestner leckeren Schokokuchen gebacken; und auch die anderen fünf des Teams, Jessica Ahnemann, Mark Broder, Anne Dommershausen, Andreas Frenken und Philipp Willenborg hatten am Gelingen des Geschehens mitgewirkt. Da führte jemand am eigenen Stand eine kreative Technik des Briefkartengestaltens vor, und an zwei Stellwänden gab es Infos über die Tanzgruppen. „Freude, Leidenschaft, das Miteinander“ konnte man lesen als Grund für das Mitmachen bei Walzer, Rumba oder Disco Fox.

Die Sambistas der Delmewerkstätten füllten die Atmosphäre mit ihren feurigen Trommel-Klängen. Die Crazy Dancers zeigten, was sie seit zwei Jahren in Sachen Rhythmus, Beinbeweglichkeit, Hüft- und Schulterschwung geübt hatten. Und auch die Integrationsgruppe der Tanzschule Augustin, die Butterflys, waren dabei.

Die bunte Vielfalt konnten die Besucher an den 14 Ständen des Flohmarktes erwerben. Michelle Schumann hatte fast 20 Kuscheltiere im Angebot: „Die nehmen mir in der Wohnung zu viel Platz weg, da muss ich mich von einigen trennen – nur die Lieblinge bleiben zuhause.“ Schon am frühen Nachmittag war die Hälfte ihrer Stofftiere weg.

Highlight war „Crazy run“ – ein gemeinnütziger Verein, der ungewöhnliche Projekte mit geistig behinderten und nichtbehinderten Menschen initiiert. Zum Beispiel Motorradreisen im Beiwagen. Der 20-jährige Julian konnte schon mal auf einer Strecke von knapp zwei Kilometern testen, wie sich das anfühlt.

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