Heinkel-Freunde aus ganz Europa halten in Heiligenfelde die Legende am Leben

Jahrestreffen mit den „Lebens-Gefährten“

Carsten Bothe aus Hannover ist einer der Teilnehmer des Heinkel-Treffens in Heiligenfelde. Und er hat die nächste Generation gleich mitgebracht: Sohn Luca und Tochter Anna.
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Carsten Bothe aus Hannover ist einer der Teilnehmer des Heinkel-Treffens in Heiligenfelde. Und er hat die nächste Generation gleich mitgebracht: Sohn Luca und Tochter Anna.

Syke - Von Frank Jaursch. Einen Heinkel-Roller verkauft man nicht ohne Grund. Für die meisten Eigentümer der charmanten Zweiräder aus der Wirtschaftswunder-Zeit ist die Verbindung zu ihrem Gefährt eine Verbindung auf Lebenszeit. Wer das internationale Heinkel-Treffen auf dem Gelände rund ums Heiligenfelder Dorfgemeinschaftshaus besucht, der spürt: Hier ist Idealismus im Spiel – und ganz viel Liebe.

Vier Tage lang ist Syke zurzeit das Mekka der Heinkelfreunde aus Deutschland und aus mehreren europäischen Staaten. Die „Heinkelfreunde Bremen-Unterweser“ sind Ausrichter des 31. Treffens dieser Art. Am Donnerstag kamen die Teilnehmer in Heiligenfelde an, seit gestern nun gehören die Heinkel-Kabinenroller, das Moped „Perle“ oder der Roller „Tourist“ zum Stadtbild.

So mancher Passant wird sich gestern verwundert die Augen gerieben haben, als gleich 240 der charakteristischen Gefährte an ihm vorbeirauschten: Viele Teilnehmer hatten sich auf eine gemeinsame Ausfahrt nach Steyerberg auf den Weg gemacht und unter anderem dem nahe gelegenen Automobil-Museum in Asendorf einen Besuch abgestattet.

Was macht den Reiz an der Heinkel aus? Für viele, erklärt Wolfgang Meyer vom Orga-Team, war die Heinkel „Tourist“ der Traum, den man als junger Man hatte. So mancher fuhr den Roller einige Jahre lang, verkaufte das Gefährt dann und stieg ins erste eigene Auto um.

Heute „Tag der offenen Tür“

Nach Jahrzehnten schlägt die Nostalgie zu, man kauft einen „Tourist“ – und behält ihn. „Das Fabrikat reizt“, sagt Meyer. Das Fahrgefühl sei außergewöhnlich – nicht ohne Grund wurde die Heinkel „der Mercedes unter den Rollern“ genannt.

Mehr als 4000 Mitglieder hat der Club, den es seit mehr als 30 Jahren gibt. Dieses Jahr hat er unter das Motto „Dein Club hält die Legende am Leben“ gestellt. Und damit offenbar ins Schwarze getroffen: Denn es sind die Heinkel-Enthusiasten, die mit ihrem Einsatz und ihrem Wissen dafür sorgen, dass diese Überbleibsel aus den 50er- und 60er-Jahren auch heute noch auf den Straßen zu sehen sind – tausendfach. Und in diesen Tagen eben auch oft rund um Syke.

Wer selbst auch Tuchfühlung mit dem Heinkel-Virus gehen will, ist heute im und am DGH an der Clueser Straße willkommen: Der dritte Tag steht im Zeichen der Besucher. Vielleicht wird ja der eine oder andere selbst „infiziert“.

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