Heimatbühne Stuhr gastiert im Kreismuseum vor ausverkauftem Haus

2016 könnten sie hier ja „ook tweemal speeln“…

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Dorothee Röpe und Dennis True überzeugten mit „Dat Verlegenheitskind“ im Kreismuseum.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Die „Heimatbühne Stuhr“ tourt gegenwärtig mit dem plattdeutschen Dreiakter „Dat Verlegenheitskind“ von Jens Peter Asmussen über die Bühnen der Region. Am Sonntag gastierte das Ensemble im mit mehr als 100 Besuchern ausverkauften Kreismuseum.

Der Andrang war so groß, dass sogar noch zusätzliche Sitzplätze eingerichtet werden mussten. Der gute Besuch veranlasste den Organisator und Vorsitzenden Horst True zu der Prognose: „Viellicht köönt wi hier tokamen Johr ook tweemal speeln“.

Zu den Besuchern zählte auch eine Gruppe der Plattdeutschen Bühne aus Heede im Emsland. Die Gäste waren zu einem Gegenbesuch nach Syke gekommen und waren nicht nur von der Aufführung begeistert, sondern auch von dem Ambiente im Kreismuseum.

Der Nachwuchs büffelt schon fleißig Platt

2015 erweist sich für die Heimatbühne ohnehin als erfolgreiches Jahr, denn zum ersten Mal konnte „die Bühne“ ihr Stück in der Dorfschule Blocken aufführen, nachdem dieses Gebäude dafür umgebaut worden war. Es wurde ein umjubeltes Heimspiel vor rund 150 Besuchern. Fast doppelt so viele Zuschauer wollten „Dat Verlegenheitskind“ in Bremen-Findorff im Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde sehen.

Außerdem, und das ist für den Vorsitzenden die wichtigste Botschaft, muss er sich für die nächste Spielzeit nach einem plattdeutschen Stück umschauen, das Rollen für 16 Akteure bietet, nachdem sich mehrere Jugendlichen dem Ensemble angeschlossen haben.

Gemeinsam beteiligten sie sich schon als „Grenzgänger“ am Bremer Freimarktumzug, gemeinsam wollen sie auch auf die Bühne. Einige „hochdeutsche“ Jugendliche büffeln schon Platt.

„Dat Verlegenheitskind“ hat zwei Väter. Es ist die angeblich voreheliche Tochter von Amandus Quandt (Dennis True), der von seiner energischen Ehefrau Katrin (Dorothee Röpe) so kurz gehalten wird, dass er ihr eine uneheliche Tochter „beichtet“, die er finanziell unterstützen muss. Als sich ihr Sohn jedoch ausgerechnet in diese uneheliche „Schwester“ verliebt, muss Amandus Quandt beichten. Aber jetzt hat der richtige Vater (Christian Röpe) ein riesiges Problem, denn irgendwie muss er seiner Gesche (Gerlinde Ahler) diesen Fehltritt „verklookfiedeln“.

Bevor sich alle familiären Unebenheiten wieder glätten, gibt es für die „armen Keerls“ noch viel zu leiden und für die Besucher noch viel zu lachen, ehe dann am Ende doch die Liebe „auf ganzer Linie“ siegt.

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