Heiligenfelder Urgestein

Ernst August Goldmann verstorben

E. A.  Goldmann  - Foto: nie

Heiligenfelde - Von Dieter Niederheide. Ernst August Goldmann ist tot. Er verstarb am Dienstag im Alter von 90 Jahren. Heiligenfelde hat mit ihm einen beliebten, aufrichtigen und geachteten Menschen verloren.

Goldmann war ein Heiligenfelder Urgestein. Einige Zeit lang war Goldmann Ortsbürgermeister, Gemeindevertreter und Mitglied im Rat der Stadt Syke. Als ehrenamtlicher Ortschronist hinterlässt er mit seinem umfassenden Wissen um die Entwicklung seines Geburtsorts eine große Lücke im Kreis jener, die sich – so wie er – der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Heiligenfeldes verschrieben haben.

Als Autor verfasste er unter anderem Schriften über das Leben in den Gastwirtschaften und zum Molkereiwesen Heiligenfeldes. Über Jahrzehnte war er in fast allen Vereinen des Ortes engagiert. Kaum eine Vereinschronik, die nicht aus seiner Feder stammt. Die Vereine dankten ihm mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft, die ihm in Würdigung seiner Verdienste um die Heimatgeschichte auch der Kreisheimatbund verlieh. Auch journalistisch war er aktiv.

Beruflich war Ernst August Goldmann gelernter Kaufmann. Als er nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Kriegsgefangenschaft nach Heiligenfelde zurückkam, führte er mit seiner Mutter Anna das Lebensmittelgeschäft, die Gaststätte „Postschänke“ und die Poststelle, in der auch Ehefrau Hanna tätig war.

Ernst August Goldmann hinterlässt ein umfangreiches Privatarchiv mit alten Dokumenten, Urkunden, Zeitungen und Fotos, in denen sich die Ortsgeschichte widerspiegelt.

Sein größter Wunsch, den er noch im Januar zu seinem 90. Geburtstag geäußert hatte, blieb ihm leider verwehrt: Er hätte so gerne noch mit seiner Hanna die Diamantene Hochzeit gefeiert. Die wäre am 26. August gewesen.

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