Eine kleine Drohkulisse

Heiligenfelder Kämpe: Gespräche stocken - mögliche Alternative südlich der Königstraße

Die grafische Darstellung einer möglichen Bebauung in einem Bereich südlich der Königstraße. Grafik: Schneider
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Die grafische Darstellung einer möglichen Bebauung in einem Bereich südlich der Königstraße. Grafik: Schneider

Seit Längerem versucht die Stadt Syke, das Baugebiet Heiligenfelder Kämpe in Gang zu bringen. Doch der Dialog mit den Eigentümern der Grundstücke ist ins Stocken gekommen. Aus diesem Grund wurden jetzt die Mitglieder des Bauausschusses von einem „Plan B“ informiert, den die Stadt verfolgt: Gibt es keine Einigung, gibt es das Neubaugebiet eben woanders.

Syke – Heiligenfelde soll wachsen. Nicht extrem schnell, betont Ortsbürgermeister Wilken Hartje (CDU), aber „wir wollen Bauwilligen immer was anbieten können“. Aus diesem Grund soll der Bereich an der Heiligenfelder Kämpe entwickelt werden. Doch die Gespräche mit den dortigen Grundstückseigentümern stocken. Die Stadtverwaltung hat reagiert – und am Donnerstag auf der Bauausschusssitzung im DGH eine Alternative präsentiert: ein Baugebiet südlich der Königstraße.

Die Idee ist nicht ganz neu, hat aber heute einen anderen Reiz als noch vor Jahren. Zum einen hätten sich die Eigentumsverhältnisse und damit die Kooperationsbereitschaft der dortigen Grundstücksbesitzer verändert, betonte Hartje. Und zum anderen stellt die Idee eines Neubaugebietes durchaus so etwas dar, was Christian Flor (FWG) als „kleine Drohkulisse“ in Richtung Heiligenfelder Kämpe bezeichnete. Nach dem Motto: Wenn ihr nicht wollt, können wir auch woanders.

Hier warten alle darauf, dass es irgendwann endlich mal losgeht.

Wilken Hartje (CDU) zum mangelnden Fortschritt in Sachen Neubaugebiete in Heiligenfelde

Bauamtsleiter Hein Sievers wählte salomonischere Worte bei der Beschreibung der etwas verfahrenen Situation. Er gehe davon aus, dass die Unklarheiten zwischen den Eigentümern und der Sparkasse in den kommenden Wochen beseitigt würden und man das Bauleitverfahren endlich voranbringen könnte, betonte er. Aber es gebe eben einen „Plan B“.

Für diesen Plan B hatte Stadtplaner Wolfram Schneider dem Ausschuss schon mal eine farbenfrohe Planungsgrafik vorgelegt, die sogleich ein Lob von Henning Greve (Grüne) bekam. Wilken Hartje machte deutlich, dass die Info-Vorlage der Stadt „überfällig“ sei und nach seiner Überzeugung nicht ausreiche. Man sei in Sachen Heiligenfelder Kämpe ein Jahr lang im formalen Verfahren nicht einen Schritt vorangekommen. „Hier warten alle darauf, dass es irgendwann endlich mal losgeht“, sagte er. In Barrien seien Gebiete in dieser Zeit „in Überschallgeschwindigkeit“ auf den Weg gebracht worden.

Dieser Satz wiederum brachte Karsten Bödeker (SPD) auf den Plan. Er warnte davor, Baugebiete gegeneinander auszuspielen. „Es ist doch alles auf einem guten Weg“, fand er. Damit bezog er sich auf die Aussage der Stadtverwaltung. Die hatte in der Sitzungsvorlage sich selbst eine Frist bis Juli/August 2021 gesetzt.

Sollte die Entwicklung der Heiligenfelder Kämpe bis zu dieser Zeit stagnieren, könne der Bereich südlich der Königsstraße städtebaulich zeitnah entwickelt werden. Die politische Beratung sollte nach der Sommerpause erfolgen, die planerische Umsetzung dann in den Jahren 2022 und 2023.

Von Frank Jaursch

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