Festakt im Theater

100 Jahre TuS Syke: Hebefiguren und unglaubliche Athletik

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Bei den Darbietungen der Turnerinnen kommt die Musik nicht vom Band, sondern durch die Töne des Modernen Orchesters.

Syke - Von Claudia Spalkhaver. Rund 350 Mitglieder, Ehrenamtliche und geladene Gäste haben sich am Sonntag im Syker Theater beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Vereins TuS Syke ein abwechslungsreiches Programm erlebt. Dies gestalteten die Menschen, die den Sportverein repräsentieren und durch den er lebt.

Los ging es mit dem Modernen Orchester, das mit „Summon the Heroes“ in die Feier einstimmte. Das Orchester saß im hinteren Teil der Bühne, vor einer Leinwand, auf der während der gesamten Veranstaltung Bilder aus 100 Jahren TuS Syke liefen.

Karsten Bödeker, Sprecher des TuS, führte als Moderator durch den Vormittag.

Die Leistungsturnerinnen bewiesen, dass das Motto „Der TuS bewegt Syke“ seine Berechtigung hat. Am Schwebebalken und auf dem Bühnenboden davor zeigten die Sportlerinnen Parallelübungen, Hebefiguren und unglaubliche Athletik. Begleitet wurden sie von Klängen des Modernen Orchesters.

Im Anschluss kündigte der Moderator ein „Feuerwerk mit anschließender Explosion“ an. Die Hip-Hop-Formation „Exploding Dreams“, die eine der neueren Sparten des TuS Syke repräsentiert, zeigte eine mitreißende Choreografie und eine Weltpremiere: „Hip-Hop zu Blasmusik“. Es funktionierte, wie eigentlich alles zusammen passte an diesem Tag und man sich ein bisschen wie in einer großen Familie fühlte.

Rund 350 Gäste verfolgen die Feier im Syker Theater und erleben launige Stunden. Im Publikum sitzen Ehrenamtliche und viele Freunde des Vereins.

Grußworte gehören zu einem Festakt. Die wurden, zusammen mit Plaketten und Geldgeschenken von Lutz Alefsen (Vizepräsident des Niedersächsischen Turner-Bundes) überbracht. Er lobte den TuS dafür, dass sich dieser vorbildlich um die Erhaltung der Körperertüchtigung kümmert.

Außerdem gratulierten Peter Schnabel, langjähriger Vorsitzender des Vereins, Andreas Henze vom Kreisfußballverband und Landrat Cord Bockhop. Bürgermeisterin Suse Laue bestärkte das Publikum: „Feiern Sie, weil Sie etwas Großes erreicht haben. Seien Sie stolz auf sich – wir sind stolz auf Sie“. Dem Programm konnte man entnehmen, dass nun die Festrede folgen sollte. Wer dachte, jetzt kommen bedächtige, etwas steife Worte, der irrte. Sigrun Steinmetz machte es anders und richtig gut. Für ihren „Lebendigen Zeitstrahl“ holte sie sich Mitglieder und Ehrenamtliche des TuS auf die Bühne, die als Paar zusammen 100 Jahre alt sind, so die 90-Jährige und die Zehn--Jährige. Das war ganz rührend und herzlich. Jedes dieser Vereinsmitglieder repräsentierte eine Dekade der Vereinsgeschichte. Aus einer großen Gerätekiste holte Sigrun Steinmetz Geschenke. Da wurde die Vereinsfahne geschwenkt, ein Kilo Speck, ein Sparschwein und ein Paar Schwimmflügelchen gezeigt. Dazu erzählte Steinmetz Anekdoten aus den vielen Jahren Vereinsleben. Wer mag, kann die Geschichte und die Geschichten des Vereins im TuS-Magazin nachlesen. Als die letzten Töne des Modernen Orchesters verklungen waren, meinte Karsten Bödeker: „Tja, das war ‘s, Sigrun. Das haben wir ganz ordentlich hingekriegt“.

In dieser Szene geht es um Fußball.

Das haben sie wirklich, zusammen mit allen Helfern, die diese Geburtstagsfeier ermöglichten.

Und wie geht es jetzt weiter, was bringt die Zukunft? Auf diese Frage antwortete Sigrun Steinmetz: „Manchmal ist es besser, man weiß es nicht. Aber mir ist nicht bange.“ Durch die Beschäftigung mit der Vereinsgeschichte habe sie begriffen, dass es stets irgendwie weiterläuft: Sportarten kommen, andere gehen. „Ich habe die Vorstellung heute wirklich genossen. Es sind immer die Menschen und die vielen Ehrenamtlichen, die es braucht, um einen Verein am Leben zu halten.“ Und von diesen Menschen, das konnte man merken, hat der TuS Syke ganz viele.

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