Enorme Entwicklung auf dem Markt

Immobilienpreise im Landkreis Diepholz: Hauswert steigt um 40 Prozent

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Je näher an Bremen, desto teurer: (v.l.) Helmut Weiß und Florian Brauer mit der Landkreis-Preiskarte für Häuser.

Syke - Von Anke Seidel. Niedrige Zinsen und der Wunsch nach einer sicheren Geldanlage – diese Faktoren treiben die Immobilienpreise im Landkreis Diepholz weiter in die Höhe, vor allem in Stuhr, Weyhe und Syke.

Daran ließ Florian Brauer als Vorsitzender des Gutachter-Ausschusses für Grundstückswerte Sulingen-Verden keinen Zweifel. Gemeinsam mit Helmut Weiß, dem Leiter der Sulinger Regionaldirektion im Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, stellte Brauer den Grundstückmarktbericht im Katasteramt Syke vor.

Basis dieser Wohnwert-Analyse: 3 449 Kaufverträge im Landkreis Diepholz, exakt 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Sogar um 6,5 Prozent gestiegen war der Umsatz: 509,8 Millionen Euro zahlten die Käufer insgesamt. „Der Landkreis Diepholz ist weiterhin umsatzstark“, stellte Brauer fest. Zum Vergleich: Im Nachbarlandkreis Nienburg war die Zahl der Verträge um 3,5 Prozent auf 1 633 gesunken, der Umsatz um 3,1 Prozent auf 172,7 Millionen Euro gestiegen.

Weyhe bleibt teuerstes Pflaster

Teuerste Wohnlage im Landkreis Diepholz ist nach wie vor die Gemeinde Weyhe. 269.000 Euro zahlten Käufer für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus – im Mittel, also in Einzelfällen deutlich mehr. Im Vorjahr waren es noch 239.000 Euro gewesen. 

In Stuhr lag besagter Preis bei 255.000 Euro (Vorjahr 223.000 Euro) – und war in Syke mit 210.000 Euro (195.000 Euro) deutlich günstiger, gefolgt von Bassum mit 179.000 Euro (170.000 Euro), Bruchhausen-Vilsen mit 155.000 Euro (148.000 Euro) und Twistringen mit 128.000 Euro (125.000 Euro). In Rehden lag der statistische Mittelpreis bei 90.000 Euro. Dort zahlten Käufer für ein Ein- oder Zweifamilienhaus also nur ein Drittel des Weyher Preises.

In Stuhr und Weyhe in unmittelbarer Nähe zu Bremen, aber auch in Syke waren die Wohnflächenpreise demnach auf durchschnittliche 1.675 Euro je Quadratmeter gestiegen – sprich um vier Prozent gegenüber 2017. 

Preis steigt um vier Prozent

Über sieben Jahre gesehen war die statistische Preisdynamik enorm: Um 40 Prozent steigerte sich der Immobilienwert in den drei Nordkreis-Kommunen. Brauer formulierte es so: „Je näher am Weserstadion, desto höher der Wert.“

Umgerechnet auf den gesamten Landkreis Diepholz betrug besagter Durchschnittspreis 178.000 Euro (165.000 Euro). Damit liege der Landkreis landesweit im Mittelfeld, so Brauer. Besagte siebenjährige statistische Wertsteigerung liegt landkreisweit bei 25 Prozent.

Detaillierte Informationen gibt der Grundstücksmarktbericht, der die Landkreise Diepholz, Heidekreis, Nienburg und Verden umfasst – einen Lebensraum von 6 046 Quadratmeter Fläche mit 601.000 Einwohnern. Der Bericht (kostenpflichtig) ist in den Katasterämtern Syke und Sulingen zu haben, ebenso im Internet.

www.gag.niedersachsen.de

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