Wohlfühlatmosphäre in der Barrier Kirche

Harfenmusik verzaubert die Besucher

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Sabine Loredo Silva (l.) und Hella Luzinda Hahne entführten die Zuhörer in der Barrier Kirche in die Welten vergangener Jahrhunderte. 

Barrien - Von Angelika Kratz. Einen fast magischen Auftakt erlebte der Juli in Barrien. Leider zwar nicht von der Wetterseite – aber für die abendlichen Besucher der Barrier Kirche zauberten Lieder und Harfenklänge eine wundervolle Wohlfühlatmosphäre in die vom Sommerregen mittlerweile leicht feuchten Herzen.

Zu verdanken war der knapp zweistündige, fantasievolle Ausflug zu schottischen Wassergeistern, gepaart mit Poesie und der richtigen Würzung aus Schiffen auf rauer See und wilden Schwänen den beiden sehr sympathischen und überaus überzeugenden Künstlerinnen Sabine Loredo Silva und Hella Luzinde Hahne.

„Viel Spaß“ versprach das frauliche Duett zu Beginn bei den bevorstehenden überwiegend uralten Stücken aus vergangenen Jahrhunderten, deren Titel meist von alltäglichen Situationen erzählten.

Die glockenhelle Stimme der in Berlin geborenen Sopranistin Sabine Loredo Silva spannte einen harmonischen Bogen zur Harfe der Kölnerin Hella Luzinde Hahne. In den Nordosten von Schottland ging es auf die grüne Insel. Mal in Gälisch, mal in Englisch wurden die Geschichten der westlichen Inseln und dem Land der Sehnsucht erzählt.

Sabine Loredo Silva schritt im grünen langen Kleid die Stufen vom Altarraum herunter und brachte die Textzeilen von Gedichten oder den Liedern dem Publikum ganz nahe.

Greifbare Gedanken eines Königs

So wurden die Gedanken eines Königs und einer Försterfrau mit ihren Träumen vor vielen Jahren fast greifbar in der heutigen Zeit. Zu den Ufern eines Flusses entführten die Harfenklänge, und auch Hella Luzinde Hahne brachte sich mit vielen Informationen rund um ihr Instrument und die jeweiligen Interpreten der einzelnen Stücke ein.

Heinrich Heine mit seinem Gedicht „Der Sturm“ erlebte eine wunderschöne Auferstehung. Im Anschluss sorgten Harfe und Gesang für das notwendige Sackenlassen der Seele.

Bei den vielen alten Melodien und Texten, die sicherlich keiner im Publikum so richtig verstehen konnte, gab es für die eigene Fantasie großen Raum, sich zu entfalten. „Fortune My Foe“ und „Greensleeves“ zum Mitsingen ließen dank einer tollen Stimme und der Harfenklänge die eigene Stimme ganz leicht zum Klingen bringen. Es hatte was am Sonnabend in der Barrier Kirche – und die angeflehte Fortuna aus dem 16. Jahrhundert lächelte fast sichtbar im Altarraum.

Erst nach zwei Zugaben durfte Sabine Loredo Silva und Hella Luzinda Hahne mit vielen spontanen Umarmungen wieder gehen.

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