Baustelle an der Bassumer Landstraße

Halbzeit am Finkenberg

In Handarbeit setzen die Bauarbeiter die neue Regenablaufrinne. Rechts daneben ist die alte Fahrbahn bereits ein Stück weit abgetragen. Sie erhält in den nächsten Tagen eine neue Decke. - Foto: mwa

Syke - Von Michael Walter. Halbzeit auf der Baustelle an der Finkenberg-Kreuzung. Einen Monat lang verbuddelt der Landkreis dort rund 700 .000 Euro für die Erneuerung der L 333, die an dieser Stelle eine neue Fahrbahndecke und neue Regenabläufe bekommt. Wir haben mal nachgeschaut, was sich bisher so alles getan hat.

Wer als Ahnungsloser die Baustelle betritt, mag im ersten Moment vielleicht denken: „Da passiert ja gar nichts!“ Doch der Eindruck täuscht – selbst wenn es sehr übersichtlich aussieht. Hier und dort liegt ein Sand- oder Schotterhaufen herum, relativ zentral sind ein paar Paletten mit Steinen deponiert. Am Ende Richtung Bassum sind ein Bagger, ein Radlader und eine Handvoll Arbeiter zu sehen. Das war’s. „Wir sind sechs Leute auf der Baustelle“, erklärt Polier Wolfgang Holste (34). „Zugegeben: Nicht gerade überbesetzt. Aber vollkommen ausreichend für das, was hier gemacht wird.“

Das sind im Wesentlichen drei Dinge. Fahrbahndecke, Regenrinne und eine Querungshilfe für Radfahrer, die auf Höhe der Firma Lübber gebaut wird. Hintergrund: Es gib nur auf einer Seite der Straße einen Radweg – aus Richtung Bassum stadteinwärts gesehen auf der linken Seite. Ab Lübber wird der aber so schmal, dass es für zwei Radfahrer im Gegenverkehr schon gefährlich wird. Seit vielen Jahren ein Ärgernis. Jetzt entsteht auf der stadteinwärts rechten Seite zwar kein baulich getrennter Radweg, aber eine mit Markierungen von der Fahrbahn abgeteilte Fahrradspur. Die Querungshilfe – mit Verkehrsinsel in der Mitte – soll den nötigen Wechsel der Straßenseite erleichtern. Und auch die Ein- und Ausfahrt des Betriebsgeländes sicherer machen. Durch die Verkehrsinsel wird die Linksabbiegerspur in Richtung Finkenberg ein gutes Stück kürzer. Das halten die Planer aber für verschmerzbar.

Die Einmündung der Straße Finkenberg hat bereits einen durch Bordsteine verstärkten Fahrbahnrand erhalten. „Das war nötig, weil der alte Rand völlig kaputt gefahren war“, sagt Holste. „Da sind die Lkw beim Abbiegen so drübergebrettert.“

In Richtung Bassum gehen die Sanierungsarbeiten noch etwa 250 Meter über den Kreuzungsbereich hinaus. So weit muss die Regenrinne am Fahrbahnrand neu gesetzt werden. 20 Zentimeter Beton auf den nackten Boden, darauf eine Lage Steine, vermörtelt und eingeschlämmt. Die Hälfte ist fertig. „Die Ablaufschächte haben wir auch ausgebessert und zum Teil in der Höhe angepasst.“

Montag wird dann die alte Fahrbahn bis auf den Unterbau abgefräst, bis zu 16 Zentimeter tief. „Das dauert einen Tag“, sagt Wolfgang Holste. „Dann bauen wir die Regenrinnen fertig.“

Warum dauern denn diese scheinbar so überschaubaren Arbeiten eigentlich so lange? „So eine Rinne sieht vielleicht nach nichts aus, ist aber verdammt aufwändig“, erklärt Holste. „Das sind 30 Steine pro Meter, die von Hand in den Beton eingesetzt werden. Und dann braucht Beton Zeit. 28 Tage laut Beton-Bibel, bis er seine volle Belastbarkeit erreicht hat. Nach zwei Wochen ist er bereits befahrbar – die braucht er aber auch.“

Die neue Fahrbahndecke kommt ganz zum Schluss: Der 6., 7. und 8. August sind dafür vorgesehen. „Damit zum ersten Schultag am 9. August der Schulbus wieder fahren kann.“

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