Musical-AG des Gymnasiums führt Stück „Emotions“ auf

Zeit für große Gefühle

Die Proben für „Emotions“ der Musical-AG im Gymnasium Syke sind abgeschlossen. - Foto: Jaursch

Syke - Von Frank Jaursch. Hektik auf der Bühne. Hastig werden Requisiten hin und her geschoben. Imke Büscher klatscht in die Hände. „Schneller, Leute!“, treibt die Lehrerin die Schüler an. Es geht in die heiße Proben-Phase im Theater. Da sind klare Ansagen gefragt.

Die Premiere von „Emotions“, dem neuen Musical des Gymnasiums, rückt näher. Seit Monaten schon arbeiten die Musical-AG und die Arbeitsgemeinschaft „The-SmallBand“ an dem Projekt. Morgen Abend um sieben hebt sich der Vorhang zur ersten von zwei Vorstellungen. Rund 50 Jugendliche aus den Jahrgängen 5 bis 10 machen mit bei „Emotions“, opfern Zeit und Energie.

Es knistert auf der Bühne. Gerade haben sich einige der Schüler ordentlich gefetzt – und zwar nicht in ihren Rollen, sondern „in echt“. Auch Spannungen gehören zu so einer Produktion. Erst recht, wenn das Stück sich um Gefühle dreht. Um Lebensfreude, Freundschaft, Liebe. Und darum, all diese Gefühle verloren zu haben.

Die Handlung von „Emotions“ haben sich die Jugendlichen selbst ausgedacht – gemeinsam mit Imke Büscher und Ines Lücke. Die beiden Lehrerinnen kommen ins Schwärmen, wenn sie vom Engagement der Schüler sprechen. Und vom Zusammenhalt. Wie die „alten Hasen“ zum Beispiel den Jüngeren helfen. „Schon toll, das zu sehen“, lobt Büscher. Und Lücke ergänzt: „Das ist etwas, das Schule nicht erreichen kann.“

Die nächste Szene. Die jungen Akteure stellen sich auf. Aus den Lautsprechern ertönt die Stimme von Bühnentechniker Sebastian Hayduk. „Harald muss mehr in die Mitte!“ Ein Schauspieler spricht offenbar zu nuschelig, zu schnell. Büscher greift ein. „Langsamer! Das ist DEINE Szene!“ Beim Song „Can You Feel The Love Tonight“ setzt eine Trompete regelmäßig zu früh ein. Bandleiterin Ines Lücke wirkt entspannt. Das wird schon.

Auch die Schüler der Technik-AG sind mit im Boot: Sie wuseln hinter der Bühne herum, tauschen die Akkus der Mikrofone, sorgen für den guten Ton und die passenden Bilder auf der großen Leinwand.

Es sind tausend Kleinigkeiten, die verdeutlichen, wie viel Arbeit hinter der Produktion steckt. Und es ist schon fast ein kleines Wunder, wie am Ende aus den vielen kleinen Mosaikstücken ein buntes, temporeiches musikalisches Kunstwerk wird.

Die Schüler schaffen „ein irres Maß an Konzentration“, lobt Lücke. Für die Jugendlichen ist es nicht ganz einfach, die Musical-AG mit dem Schulalltag zu vereinbaren.

Die beiden Lehrerinnen hoffen, dass sich das Musical-Projekt im Gymnasium weiter etabliert. Mit dem letztjährigen Stück hatte die Truppe es bis ins Finale des „Rosa“-Wettbewerbs geschafft. Von diesen Erfahrungen profitieren sie jetzt. „Man weiß, wo man hin muss“, nennt Zehntklässlerin Isabel ein Beispiel.

Nach einer gelungenen Szene umarmt Büscher ihre Truppe auf der Bühne. Für einen Moment verschwimmen die Grenzen zwischen Schülern und Lehrerin. Sie sind ein Team mit einem gemeinsamen Ziel: Große Emotionen auf die Theaterbühne zu bringen. Dienstagabend ab 19 Uhr.

Karten für die Vorstellung gibt es für vier Euro (Erwachsene) oder drei Euro (Kinder) bei der Buchhandlung Schüttert. Am Mittwoch folgt noch eine zweite Vorstellung für Schüler.

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