Online-Unterricht

Nach Brandschaden: Gymnasium Syke bleibt zu

Das Corpus delicti: die abgebrannte Waschmaschine – hier bereits in einem Abstellschuppen.
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Das Corpus delicti: die abgebrannte Waschmaschine – hier bereits in einem Abstellschuppen.

Das Gymnasium bleibt nach dem Brandschaden vom Wochenende weiterhin für den Schulbesuch geschlossen. Bis einschließlich Freitag wird der Unterricht online erteilt. Für die Schüler der 5. und 6. Klassen gibt es eine Notbetreuung im C-Trakt, der baulich zur benachbarten Realschule gehört. So entschied es am Montag der Landkreis Diepholz als Schulträger.

Syke – Sonntagnachmittag war in einem Kellerraum im Gymnasium Syke Feuer entstanden. Durch diverse Schächte und Gänge hatten sich Rauch und Ruß weit ausbreiten können und waren zum Teil bis ins zweite Obergeschoss gelangt. „Eine noch fast neue Waschmaschine war in Brand geraten“, so Schulleiter Knut Wessel am Montag. „Technischer Defekt“ vermutet die Polizei. Die genaue Ursache wird noch ermittelt.

Ermittelt werden muss auch noch der genaue Umfang des Schadens. Der ist Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr weit geringer als er hätte sein können – aber dennoch größer als es auf den ersten Blick ausgesehen hatte.

Brandgeruch in der Luft

Vom Kellerraum, in dem das Hausmeisterteam Putzlappen und Handtücher wäscht, hatte sich der Rauch über Kabelschächte in den Fluren der Schule verbreitet. Gymnasium und Theater sind baulich eine Einheit. Die Schule gehört dem Landkreis, das Theater gehört heute der Stadt. Die Keller sind über diverse Gänge miteinander verbunden. So konnte sich der Rauch auch dorthin ausbreiten, und deshalb hatte die Brandmeldeanlage auch zuerst am Theater angeschlagen. In beiden Gebäudeteilen lag der Brandgeruch am Montag noch drückend in der Luft. Und das ist einer von zwei Gründen, warum es diese Woche nur Online-Unterricht gibt.

„Niemand weiß, ob die Rückstände gesundheitsschädlich sind“, erklärt Schulleiter Knut Wessel. „Dienstag kommt ein Sachverständiger, der Proben nimmt und bewertet. Danach wird gereinigt.“

Gymnasium und Theater sind baulich eine Einheit, die Kellerräume sind durch diverse Gänge miteinander verbunden. So konnte sich der Rauch ausbreiten. Deshalb hatten die Brandmelder auch zuerst ein Feuer im Theater gemeldet.

Der zweite Grund: Am Montag stellte sich heraus, dass auch die Heizungsanlage beim Brand etwas abbekommen hat. „Da müssen Teile ersetzt werden“, so Wessel. Und Thorsten Abeling, der Leiter des Fachdiensts Bildung bei der Kreisverwaltung, ergänzt: „Die Reparatur wird nicht vor dem kommenden Wochenende abgeschlossen sein.“


Insgesamt über 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Andreas Döppenschmidt ist dienstältester Hausmeister am Gymnasium und wohnt seit 26 Jahren direkt nebenan auf dem Schulgelände. Vom Brand hatte er zunächst gar nichts mitbekommen. Auch als die Feuerwehr eintraf, hatte er sich noch nichts Schlimmes dabei gedacht. „Als am Sonntag die Feuerwehr am Theater aufmarschierte, hatte ich das zuerst für eine Übung gehalten“, erzählt er. „Davon habe ich in 26 Jahren ja so einige mitbekommen. Aber dann kamen immer mehr.“ Insgesamt über 100 Feuerwehrleute aus vier Ortsfeuerwehren waren im Einsatz. Dazu Polizei und Rettungsdienst.

„Wir haben Glück gehabt“, sagt Schulleiter Knut Wessel. „Das hätte weit schlimmer enden können.“ Auch dass seine Schule so schnell auf Online-Unterricht umschalten kann, bezeichnet er als Glücksfall. „Wir werden das so machen, wie wir das im Corona-Lockdown auch gemacht haben. Und dann hoffen wir, dass wir nächsten Montag wieder Schüler hier begrüßen können.“

Unterrichtsausfall am Montag

Das letzte Wort darüber werden dann die Sachverständigen nach Auswertung der Proben haben.

Die Benachrichtigung der Schüler über den Unterrichtsausfall am Montag erfolgte übrigens schulintern über die Klassenlehrer und vom Landkreis über die gleiche App, die auch bei Unterrichtsausfall wegen schlechter Witterung genutzt wird. Laut Fachdienstleiter Thorsten Abeling hat das offenbar erstklassig funktioniert: Kein einziger Schüler habe am Montagmorgen vor dem Schulgebäude gestanden.

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