Gymnasiasten feiern zum 400. Todestag das Werk von William Shakespeare

Shalvis rockt das Theater

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Eine volle Theaterbühne: Unter dem Motto „The Shakespearience“ stellten die Schüler einiges auf die Beine.

Von Dagmar Voss. Es ist das Shakespeare-Jahr, oder eines der vielen, denn vor 400 Jahren verstarb er. Geboren wurde der bekannte Barde 1564, gestorben ist er 1616. Das ist auch im Fachbereich Englisch des Syker Gymnasiums nicht unbemerkt geblieben. Und so haben sich die Klassen fünf bis zwölf an drei Projekttagen eine bunte Vielfalt von Aktionen einfallen lassen, die sie am Donnerstag präsentierten. Ihr Motto: „Shakespeare is dead, long live the bard“.

Das wurde ein quirliger Vormittag, bei dem viel zu sehen und zu erleben war. Singende Schüler und rappende Lehrer, witzige Spielszenen sowie vertonte Sonette, Videosequenzen und kalligrafische Darstellungen, farbige Bilder und Tänze, um nur einiges zu nennen, konnten sich Schüler und Besucher ansehen. In vielen Klassenräumen, im Kulturforum und auf den Fluren gab es überraschende Vorführungen. So hieß es bei der Klasse 9F3 „Fair is foul and foul is fair – Herr Jahnke rappt“.

Bei einer anderen Klasse konnte man drei Bilder aus dem Sommernachtstraum erleben, dazu Musik von Mendelssohn-Bartholdy; ein Puppenspiel zu „Romeo und Julia“ in einer fünften Klasse oder ein Interview zum „Mythos Shakespeare“ in einer zehnten Klasse. Farbenfroh waren die Acryl-auf-Leinwand-Bilder, die Interpretationen von Sonetten darstellten.

Packevoll wurde es im Theater, als es mittags hieß: „The Shakespearience“. Vier Lerngruppen begeisterten ihre Mitschüler mit einer Aufführung voller Überraschungen. Den Auftakt machte ein Lehrer-Chor mit dem Song „Brush up your Shakespeare“, zu dem Leuchtstäbe geschwenkt wurden. „Falls es nicht ganz gelungen ist, haben wir ja noch mal 400 Jahre Zeit, um an das Original besser ranzukommen“, witzelte einer der Lehrer.

Was dann kam, war eine amüsante Mischung von Dialogen in Jugendsprache, Musik und gefilmten Interviews. „Der spinnt doch, der Herr Sänger mit seiner Gedichtinterpretation für uns“, meckerte Nick mit einem Skateboard in der Hand und erntete zustimmendes Gegröhle aus dem Publikum. Dann ließ er sich von Tessa über den einstigen „King in seinem Metier“ aufklären. „Krasser Alter, scheint ja der Bringer gewesen zu sein mit einer Message – voll die Challenge“, meinte Nick.

Schließlich kam der herrlich komische Auftritt von Shalvis mit Elvis-Perücke und Kleidung aus der Shakespeare-Zeit. „Das ist ja Malte“, murmelten zwei Schüler, lauschten dann aber umso aufmerksamer dessen Gesang. Da hatte man zu den Elvis-Presley-Klängen Shakespeare-Sonette vertont, die Shalvis dann rockig rüberbrachte, unterstützt von sechs Gogogirls.

Am Ende kamen viele auf die Bühne zum Mitsingen und zum Ohrwurm gestaltete sich das Abschlusslied „Niemand kommt um William Shakespeare rum.“

Manches war zu leise, anderes zu laut, aber dem begeisterten Applaus tat das letztlich keinen Abbruch.

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