Grundwasser erschwert Sanierungsarbeiten am Fasanenweg

Löcher im Kanal und nasse Baugruben

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Gucken in die Röhre: Bevor die Baugrube nicht leer gepumpt ist, können die Arbeiter nicht viel machen.

Von Aline Knake. „An sich ist das keine außergewöhnliche Sache“, sagt Lars Brunßen vom Syker Tiefbauamt über die Bauarbeiten, die gerade im Fasanenweg vor sich gehen. Ungewöhnlich ist nur, wie die Sache ins Rollen gekommen ist.

Gut eine Woche ist es her, dass ein Fahrzeug der AWG im Fasanenweg plötzlich im Asphalt einsackte (wir berichteten). „Bis zur Achse soll der Reifen drin gesteckt haben“, berichtet Brunßen.

Mittlerweile klafft im besagten Asphalt eine große Baugrube. Auch aufgrund des hohen Grundwasserstandes und dem dadurch bestehenden Druck ist der Schmutzwasserkanal an der betroffenen Stelle gebrochen. „Wir haben gut einen Kubikmeter Boden unter der Straße verloren“, erklärt Brunßen.

Dass es sowohl im Fasanenweg als auch im parallel dazu liegenden Kiebitzweg mehrere Schadstellen an Kanälen gibt, hat die Stadtverwaltung schon gewusst. Das haben vor nicht allzu ferner Zeit Überprüfungen mit einem Kamerawagen ergeben.

„Klar wie Quellwasser sieht das aus“

„Diese Stellen sollten im Lauf der nächsten Wochen in einem Zug gemacht werden. Aber jetzt ist uns diese Sache zuvorgekommen“, so Brunßen. Schließlich sei mit dem Einbruch der Straße „Gefahr im Verzug“ gewesen. Auch, weil Schmutzwasser in das Grundwasser eindringen könne.

So musste möglichst schnell jemand gefunden werden, der sich der Sache annimmt. Brunßen: „Für solche Notfälle haben wir Ansprechpartner wie die Firma Petershagen, die dann meistens schnell reagieren können.“

Solche Aufträge sind für das Unternehmen eigentlich ein Routine-Job. Doch wieder ist es der hohe Grundwasserspiegel, der im konkreten Fall Probleme bereitet: „Solange die Grube nicht trocken ist, können wir wenig machen“, erklären die Kanalarbeiter. Mehrere Schläuche ragen deshalb aus dem Boden und pumpen unablässig Wasser ab. Das wird dann wieder in die Regenwasserkanäle geleitet. „Das ist schließlich normales Grundwasser. Klar wie Quellwasser sieht das aus“, so Brunßen.

Sobald die Bauarbeiten im Fasanenweg abgeschlossen sind, sollen auch im Kiebitzweg die Gefahrenstellen beseitigt werden. Wie viel die Sanierung der Kanäle kosten wird, kann Brunßen bisher nicht sagen. „Aber günstig wird das nicht. So etwas macht man nicht für 5000 Euro.“

Sicher ist er sich nur, dass es solche Kanalsanierungen in Zukunft häufiger geben wird. Während die Neustadt in den Jahren 2010 und 2011 bereits komplett saniert worden ist, gibt es in älteren Stadtteilen quasi noch Kanäle aus der Gründerzeit. Vorfälle wie das Einsacken des AWG-Fahrzeugs könne man – trotz regelmäßiger Befahrung und Kontrolle der Straßen – nie vorhersagen. „Wir können ja nicht in die Straßen reingucken“, so Brunßen.

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