„Man wünscht sich immer Bullerbü“

Tina Lehmann ist Rektorin an der Grundschule am Lindhof

Tina Lehmann ist jetzt das sechste Jahr an der Grundschule am Lindhof. Seit Ende 2020 ist sie offiziell die neue Rektorin. Kommissarisch hat sie Sykes größte Grundschule schon ein Dreivierteljahr zuvor geleitet.
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Tina Lehmann ist jetzt das sechste Jahr an der Grundschule am Lindhof. Seit Ende 2020 ist sie offiziell die neue Rektorin. Kommissarisch hat sie Sykes größte Grundschule schon ein Dreivierteljahr zuvor geleitet.

Über Corona und Kontaktbeschränkungen ist es ein wenig untergegangen: Die Syker Grundschulen haben wieder neue Rektoren. Die Stelle an der Luise-Chevalier-Grund- und Oberschule ist, nach einigem Hin und Her, vor den letzten Sommerferien mit Petra Raue besetzt worden (wir berichteten). Seit dem Jahresende sind aber auch die Chef-Posten an den drei anderen Grundschulen wieder vergeben.

Syke – An der Grundschule am Lindhof ist Tina Lehmann jetzt schon das sechste Jahr: Im Februar 2016 hatte sie als Konrektorin angefangen. Zuvor war sie in gleicher Position an der Hundertwasser-Grundschule in Leeste. „Aber der Lindhof ist größer und war zu der Zeit auch gerade im Aufbau zur Ganztagsgrundschule. Deshalb hab ich mich getraut, noch mal zu wechseln“, erzählt sie.

Mit dem Chefsessel musste Tina Lehmann sich erst anfreunden

Tina Lehmann ist ein eher bodenständiger Typ. In Lahausen ist sie aufgewachsen. Heute ist sie 45 und lebt mit Freund und Hund in Habenhausen, direkt am Deich kurz vorm Werdersee. „Ich kann von meinem Bett auf die Weser gucken“, erzählt sie. In ihrer Freizeit arbeitet Tina Lehmann gern im Garten. „Da tanke ich Luft für den nächsten Tag.“ In ihrer Jugend hat sie lange und intensiv Korbball gespielt. „Ich bin richtig gut gewesen. Aber im Referendariat ist der Sport dann auf der Strecke geblieben.“

Rektorin zu werden, hatte sie eigentlich nicht geplant. Zunächst hatte sie lediglich von Amts wegen ihre Vorgängerin beerbt, als Ursula Buchwald-Wachendorf im Februar 2020 in den Ruhestand ging. „Die Schulleitung hatte ich sofort, weil kein anderer da war“, erzählt sie. „Das passiert ganz automatisch, wenn man als ständige Vertretung arbeitet.“ Auf Dauer den Chefsessel zu besetzen, war ein Gedanke, mit dem sie sich erst anfreunden musste.

Von der Lehrerin mit Verwaltungsaufgaben zur Verwaltungsleiterin

„Vorher war ich Lehrerin mit Aufgaben in der Schulverwaltung. Jetzt bin ich Verwaltungsleiterin“, beschreibt sie. „Ich hatte vorher noch 23 Unterrichtsstunden die Woche. Jetzt sind es nur noch sieben oder acht.“ Der Rest der Zeit ist Management.

Weil auch ihre eigene Stellvertreterposition neu besetzt werden musste, griff Tina Lehmann sich ihren Kollegen Marcel Hakkel raus. „Der fand das zuerst gar nicht so gut“, sagt sie mit einem wissenden Lächeln im Gesicht. „Aber mein Gefühl war: Wir ticken sehr ähnlich und sind ähnlich strukturiert. So haben wir angefangen, die Schule zu entstauben und unsere eigenen Strukturen geschaffen. Wir haben einen anderen Wind reingebracht. Ob der frischer ist, weiß ich nicht. Aber es ist unserer.“

Im April bewarb sich Tina Lehmann dann doch als Schulleiterin. Im September wurde sie von der Landesschulbehörde beim Schulträger (also bei der Stadt) dafür vorgeschlagen, und Ende November erhielt sie schließlich ihre Ernennung.

Lehmann: Grundschule am Lindhof ist „ganz gut durch dieses Corona-Jahr gekommen“

„In dem Moment, in dem man Schulleiter wird, bekommt man einen anderen Blick“, hat Tina Lehmann festgestellt. „Dann wünscht man sich natürlich immer Bullerbü: Da hätte ich für jedes Kind ein eigenes iPad, neues Mobiliar, moderne Geräte für die Kollegen und ich würde viel mehr fördern können. Aber man bewegt sich halt in einem gesteckten Rahmen.“ Obwohl: Der ist alles andere als schlecht. „Wir sind gut aufgestellt und ganz gut durch dieses Corona-Jahr gekommen. Und wenn wir meckern, ist das Meckern auf hohem Niveau.“

Tina Lehmann liest gerne, zieht aber Zeitschriften der klassischen Buchlektüre vor. „Landhaus, Living Country und Mein Schöner Garten“, zählt sie ihre Lieblingstitel für ein perfektes Wochenende auf. „Dazu ‘ne Tasse Kaffee und mein Handy, damit ich schon mal ein paar E-Mails bearbeiten kann.“

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