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Großbaustelle mit Hindernissen

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Von: Michael Walter

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Mario Kruse vom städtischen Hochbauamt zeigt Bürgermeisterin Suse Laue auf dem Plan, welche Teile der Astrid-Lindgren-Grundschule wann fertig werden sollen. Der Neubautrakt soll nach den Sommerferien in Betrieb gehen.
Mario Kruse vom städtischen Hochbauamt zeigt Bürgermeisterin Suse Laue auf dem Plan, welche Teile der Astrid-Lindgren-Grundschule wann fertig werden sollen. Der Neubautrakt soll nach den Sommerferien in Betrieb gehen. © Michael Walter

Grundschule Heiligenfelde: Stadt kann Zeitplan weitgehend halten

Heiligenfelde – Gar nicht so einfach, auf einer Großbaustelle den Überblick zu behalten. Mario Kruse macht das beruflich. Trotzdem muss selbst er sich erst mal auf den mehrfarbigen Plänen orientieren. Kruse ist im Hochbauamt der Stadt Syke für den Umbau der Astrid-Lindgren-Grundschule in Heiligenfelde zuständig.

Die Pläne, die er in der Hand hält, stellen farblich abgestuft die unterschiedlichen Bauphasen dar. Spätestens im Sommer sollen die zweite und dritte Phase abgeschlossen sein.

Phase zwei – das ist der Rohbau des Neubautrakts. Phase drei ist die technische Ausstattung und der Innenausbau. Bis jetzt sieht’s damit ganz gut aus, erklärt Kruse. Obwohl die Bauleitung vor Ort durchaus die eine oder andere harte Nuss zu knacken hat und hatte. Lieferprobleme sind das eine Stichwort dabei. Corona das andere. Wenn fast täglich Handwerker nach einem positiven Test ausfallen und in Quarantäne müssen, leidet der Ablauf. Bisher noch im akzeptablen Umfang. Kruse geht davon aus, den Zeitplan weitgehend halten zu können.

„Bis Ende April soll das Dach dicht sein“, zählt er auf. „Und in zwei Wochen wollen wir mit der Vorhang-Fassade beginnen.“ Der gesamte Trakt soll zum Schuljahreswechsel fertig sein. Nach den Sommerferien würden dann die Jahrgänge 1 und 2 in ihre neuen Klassenräume einziehen. Und dann geht’s weiter mit Phase vier: die hinteren Klassenräume und die Schulküche. Die Außenanlagen wären Phase fünf und sechs.

Die Stürme vom Februar haben für eine zusätzliche Verzögerung gesorgt: Weil die Baustraße auf der Ostseite höher liegt, ist Wasser durch die noch nicht dichten Türen in den Bereich gelaufen, der später mal die neue Multifunktionshalle werden soll. „Auch das Dach hat an der Stelle was abgekriegt“, sagt Mario Kruse. Bevor es da weitergehen kann, muss die Baustelle erst wieder trocknen.

Wasserschaden nach den letzten Stürmen: Durch die noch nicht fertigen Türen ist Regenwasser in den neuen Multifunktionsraum gelaufen.
Wasserschaden nach den letzten Stürmen: Durch die noch nicht fertigen Türen ist Regenwasser in den neuen Multifunktionsraum gelaufen. © MIchael Walter

Schulleiterin Imke Bünstorf hat mit der Baustelle leben gelernt. „Es ist irgendwie Alltag geworden.“ Dass inzwischen mehr drinnen als draußen gearbeitet wird, hat für sie und ihr Kollegium spürbare Vorteile. „Dadurch ist es nicht mehr ganz so laut.“ Eine Grundsanierung mit umfassendem Anbau im laufenden Schulbetrieb „fühlt sich hart an“, gibt sie unumwunden zu, lässt aber auch keinen Zweifel: „Es muss halt gemacht werden, und das tragen alle mit.“

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne: Da macht der Bau an der Heiligenfelder Grundschule keine Ausnahme. „Wir haben schon öfter mal im Dunkeln gesessen, weil der Strom weg war“, erzählt Imke Bünstorf. Mehrmals hatten Handwerker bei der Arbeit ungewollt ein Kabel gekappt, von dem sie gar nicht wussten, dass es überhaupt da war. Bei Arbeiten im Altbaubestand bleibt so was nicht aus. Mario Kruse: „Wir haben gar nicht alle alten Pläne.“ Und selbst das würde nicht garantieren, dass dort auch wirklich lückenlos alle alten Leitungen eingezeichnet sind.

Worüber sich Schulleitung und Stadtverwaltung gleichermaßen freuen, ist die Aussicht auf die fertige Schule. Mario Kruse hebt das Ungewöhnliche daran hervor: In kurzer Zeit und einem Rutsch macht die Stadt aus einem immer wieder angeflickten Altbau „eine neue Schule aus einem Guss“.

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