Blumentöpfe für plastikfreie Zukunft

Gründerpreis-Wettbewerb: BBS-Schüler erarbeiten Geschäftsideen

Die sechsköpfige Schüler-Gruppe, die mit ihrer Idee Platz 15 im bundesweiten Gründerpreis-Wettbewerb geholt hat, mit Schulleiterin Birgit Struthoff, ihrer Klassenlehrerin Kristin Vogelsang sowie Nina Mancuso und Lutz Frauenheim von der Sparkasse Syke.
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Mit Blumentopf gewonnen: Die Gruppe „EcoLeads“ vom Beruflichen Gymnasium Syke ist für ihre Geschäftsidee rund um einen Pflanzentopf aus Bio-Plastik ausgezeichnet worden. Mit Jona Dennert (dritter v.l.), Lucia Stannius, Elias Ahrlich, Angelina Kunst und Lani Dust freuen sich Schulleiterin Birgit Struthoff und Klassenlehrerin Kristin Vogelsang sowie Nina Mancuso und Lutz Frauenheim von der Sparkasse Syke.

Platz 15 von 717. BBS-Schüler haben erfolgreich am bundesweiten Gründerpreis-Wettbewerb teilgenommen. Ihre Idee: Ein Blumentopf, der sich recycelt.

Syke – „Weil es die kleinen Dinge sind, die Großes verändern können“, will das Schüler-Team „EcoLeads“ einen Beitrag dazu leisten, den Plastikmüll zu reduzieren. Denn ausgerechnet Pflanzen kommen in einer Umverpackung aus Plastik: einem Blumentopf. Stattdessen könnte man, so die Idee, Pflanzen künftig in einem Topf aus dem Bio-Plastik PHA verkaufen – und direkt eingraben.

Innerhalb eines Jahres würde der sich Topf zersetzen, der Dünger wäre schon direkt eingebaut. 38 Cent würde der „EcoPot“ im Verkauf kosten.

Zwar waren es nur Planspiele, für die Schüler des Beruflichen Gymnasiums am Dienstagmorgen ausgezeichnet wurden. Aber mit diesen wussten die Zwölftklässler den Sparkassen-Firmenkundenberater Lutz Frauenheim zu überzeugen – und nicht nur den.

Eine Jury aus Wirtschaftsexperten sprach beim „EcoPot“ von einer „einfachen und genialen Geschäftsidee“, die mit „einer Menge Fleiß und überdurchschnittlicher Motivation“ umgesetzt wurde. Ergebnis: Platz 5 in Niedersachsen und Platz 15 in Deutschland beim Jugend-Wettbewerb des deutschen Gründerpreises und damit die bundesweite Top Ten nur knapp verfehlt.

In der Schüler-Kategorie des deutschen Gründerpreises geht es darum, dass Jugendliche in die Rolle eines neuen Unternehmens schlüpfen – mit allem, was dazu gehört. Gesucht waren echte Firmenideen, erklärte Dennis Landt aus der Marketing-Abteilung der Syker Sparkasse. Und diese Ideen mussten dann in neun Schritten in schlüssige Unternehmenskonzepte gegossen werden.

„Entscheidend ist die Idee“, betonte Firmenkundenberater Frauenheim bei der Preisverleihung, die man wegen Corona von der Sparkasse in die – geräumige – Mehrzweckhalle der Berufsbildenden Schulen (BBS Europaschule) verlegt hatte. Von dieser Idee müssten die Gründer überzeugt sein, „dafür brennen“, so Frauenheim. Andere Ideen neben den kompostierbaren Blumentöpfen waren ein selbstständig trennender Abfalleimer und aufsteckbare Scheibenwischer gegen beschlagene Brillengläser.

Diese präsentierten die Schüler samt ausgearbeiteter Business-Pläne. So gut vorbereitete Existenzgründer würde er sich im Firmenkundengeschäft immer wünschen, fand Frauenheim.

Auch die Ideen und Konzepte der anderen beiden BBS-Teams sind bei der Fachjury gut angekommen, wie ihr Abschneiden zeigt. Unter erschwerten Corona-Bedingungen waren bundesweit 717 Teams aus 158 Schulen in der aktuellen Runde des Jugend-Gründerpreises an den Start gegangen.

Das Team „Brisch GmbH“ war auf seine Idee für einen Brillen-Scheibenwischer gekommen, weil Brillenträger in der Corona-Zeit mit beschlagenen Gläsern zu kämpfen haben. Damit landete das Team auf Platz 84 in der bundesweiten Wertung, in Niedersachsen auf Platz 24.

31 verschiedene Sorten Müll soll er erkennen können, trennen und komprimieren: Für die Idee eines kompakten, umweltfreundlichen und per App steuerbaren Mülleimers kam die Gruppe „smartrash“ auf die Plätze 72 beziehungsweise 21.

„Wir sind mächtig stolz auf Sie, dass Sie so großartige Leistungen erzielt haben“, gab Birgit Struthoff, Leiterin des Berufliches Gymnasium an der BBS den drei Teams mit auf den Weg. Auch wenn ihre Produkte und Firmengründungen erst einmal nur Ideen sind: Mit solchen Unternehmen, befand Dennis Landt von der Syker Kreissparkasse, „ist mir für die Zukunft nicht bange“.

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