Großer Markt – und kleiner Kreisel?

Barrier Edeka-Neubau: Bauausschuss thematisiert Verkehrsführung

Wie diese „Nachher“-Illustration zeigt, soll die Raumkante auch nach dem Neubau des Edeka-Marktes an der Sudweyher Straße erhalten bleiben, wie die Illustration zeigt.

Barrien - Von Frank Jaursch. „Was ist denn jetzt mit Edeka?“ Der Satz ist in den vergangenen Monaten fast zu einem geflügelten Wort in Barrien geworden. Vertreter von Ortsrat und Verwaltung konnten (oder durften) meist nur mit einem Schulterzucken antworten. Nun aber scheint tatsächlich die Umsetzung der Neubaupläne in greifbare Nähe zu kommen.

Der Syker Bauausschuss beschäftigt sich am kommenden Donnerstag (17  Uhr, Ratssaal) mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Sondergebiet Einzelhandel im Ortskern von Barrien“. Hinter dieser Formulierung steht der geplante Neubau des Stellmann-Marktes im rückwärtigen Bereich des Grundstückes.

Bereits im Juni 2016 hatte der Stadtrat das Vorhaben auf den Weg gebracht. Dennoch blieb eine Zeit lang unklar, wie es weitergeht. Nun scheinen alle Unklarheiten von Stadt, Investor und Betreiber beseitigt. Der B-Plan-Entwurf ist fertig, die Bekanntmachung und die Auslegung können erfolgen.

Dennoch will die Verwaltung die Sitzung des Bauausschusses nutzen, um die Pläne zu präsentieren. Das beauftragte Planungsbüro soll ebenfalls am Donnerstag im Ratssaal dabei sein.

Sitzung am Donnerstagabend

Der neue Markt soll deutlich größer werden als der bisherige – geplant ist eine Verkaufsfläche von rund 1950 Quadratmetern. Das wäre mehr als doppelt so viel wie bislang. Wenn der neue Baukörper steht und der Edeka-Markt bezogen ist, soll das alte Gebäude zu großen Teilen abgerissen werden. Zudem stehen nach Ende der Bauarbeiten 120 Parkplätze zur Verfügung.

Ein besonderes Anliegen war der Verwaltung die Wahrung der Raumkante. Im Klartext: Die Bebauung soll optisch den Straßenverlauf begleiten. Darum gab es auch zunächst eine Abfuhr für die Edeka-Pläne, den vorderen Bereich komplett abzureißen und den vorgelagerten Bereich für Parkplätze zu nutzen.

Die neuen Pläne sehen vor, dass ein Teil des Altgebäudes an der Straße stehen bleibt und durch einen neuen Baukörper ergänzt wird. Dort sollen Schnellladestationen für E-Autos eingerichtet werden. Zur Sudweyher Straße hin soll ein überdachter Freibereich mit Sitzmöglichkeit entstehen.

Der Lageplan-Entwurf des Vorhabens. Wo sich derzeit noch der Markt befindet, sollen Parkplätze entstehen. Der neue Markt selbst wird im hinteren Bereich des Grundstücks (rechts – graue Fläche) erbaut. Die Verkaufsfläche würde sich in etwa verdoppeln – auf 1950 Quadratmeter.

Das Edeka-Vorhaben nutzt die Verwaltung, um sich auch der Verkehrs-Situation an der Sudweyher Straße anzunehmen. Schon seit Längerem monieren Anwohner: Es sei gefährlich, die Straße zu überqueren – und das gerade für Kinder, die die Sudweyher Straße oft als Schulweg nutzen.

Der Ortsrat hat aus diesem Grund den Bau einer „Zunge“ im Bereich Am Sande / Sudweyher Straße und das Einrichten eines Zebrastreifens angeregt. In einer aktuellen Einschätzung kommt die Stadt zu dem Schluss, dass es eine wirkungsvollere Alternative geben könnte: einen Mini-Kreisel mit zwei Fußgängerüberwegen. Auch zu diesem Thema sollen Vertreter eines Planungsbüros am Donnerstagabend gehört werden.

Der Ist-Zustand an der Sudweyher Straße. Der linke Teil des Gebäudes soll stehen bleiben. Der rechte Teil wird nach Ende des Neubaus abgerissen.

Im weiteren Verlauf der Bauleitplanung sollen beide Varianten gegenübergestellt werden. Bis zum Satzungsbeschluss – voraussichtlich im Frühjahr – soll die Festlegung auf eine Lösung erfolgen.

Bauherr des Marktes ist der Industriemanager Hero Brahms aus Leer. Er hatte sich 2011 dazu bereiterklärt, im Zuge der Baumaßnahme auch die Umbaukosten der Straße zu übernehmen; dies galt allerdings nur für das „Zungen“-Modell. Ob und um wie viel der Mini-Kreisel teurer wird und wer mögliche Mehrkosten übernehmen würde, müssten die Beteiligten noch vereinbaren.

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