Höchste Fahrgastzahlen im Landkreis, aber mittelprächtiger Zustand

Syker Bahnhof im Test: nur „befriedigend“

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Der Syker Bahnhof hat die höchste Fahrgastauslastung im Landkreis Diepholz. Die Untersuchung des VBN-Zweckverbands gibt ihm die Gesamtnote „Befriedigend“.

Syke - Von Michael Walter. Der Syker Bahnhof hat mit täglich 3200 Ein- und Aussteigern die höchsten Fahrgastzahlen im Landkreis.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die Agentur Bahnstadt im vergangenen Jahr im Auftrag des VBN-Zweckverbands durchgeführt hat. Den Abschlussbericht stellte Fachbereichsleiter Timo Fleckenstein am Donnerstag im Bauausschuss vor.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen jedoch die Fahrgastfreundlichkeit und das unmittelbare Umfeld der Bahnhöfe. Insgesamt kommt der Syker Bahnhof auf die Note „Befriedigend“.

Untersucht wurden die Bushaltestellen, die Bike-and-Ride- und Park-and-Ride-Anlagen, die Bahnhofsvorplätze und die eigentlichen Bahnhofsgebäude. Pluspunkte erntet die Syker Bushaltestelle mit ihrer günstigen Platzierung und den kurzen Wegen von und zu den Bahnsteigen. Kritik übt der Bericht jedoch am Ausbaustandard. Die Bussteige sind in beiden Fahrtrichtungen nicht barrierefrei. Außerdem wirken die Wartehäuschen ungepflegt und schäbig.

„Das hängt zum einen Teil von Alter und Beschaffenheit des Materials ab“, erklärt Fleckenstein, „und zum anderen Teil von der Reinigung.“ Derzeit würden die Wartehäuschen lediglich einmal im Jahr durch Mitarbeiter des Bauhofs gereinigt. „Das könnte durchaus öfter sein, zumal der Bahnhof so etwas wie die Visitenkarte von Syke ist“, sagt Fleckenstein. „Das können wir selbst allerdings nicht leisten. Dann müssten wir die Reinigung extern vergeben.“

Abstellboxen in der Kritik

Kritik übt der Bericht auch an den Abstellboxen für Fahrräder. Hauptsächlich der enorme Platzbedarf im Verhältnis zur Zahl der abgestellten Fahrräder fiel den Testern in den Blick. Aber auch der optische Zustand: „Die Boxen bieten Angriffsflächen für Verunreinigungen und Parolen und trüben dementsprechend das Erscheinungsbild“, heißt es im Bericht. Darüber hinaus werde die regelmäßige Reinigung von Grünbewuchs an den Seiten sowie die Säuberung der Dachflächen stark vernachlässigt.

Timo Fleckenstein muss dem zustimmen und spricht von einem „Bronx-Effekt“: Ein Graffito zieht das nächste nach sich, und durch den insgesamt schmuddeligen Anblick fühlten sich die Leute nicht wohl. Andererseits sei die Nachfrage nach diesen Abstellboxen unverändert hoch. Insofern stehe er der Empfehlung des Abschlussberichts skeptisch gegenüber, die Boxen durch Sammelschließanlagen zu ersetzen.

Auch eine bauliche Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes regt der Bericht an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Für Fleckenstein schließt die räumliche Situation eine größere Veränderung aus: Unmittelbar vor dem Bahnhof verläuft die Straße, dahinter folgt eine steile Böschung. „Da gibt es keine Möglichkeit, einen echten Platz zu gestalten.“

Das Bahnhofsgebäude wurde mit Gut bewertet.

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