Großeinsatz der Feuerwehr / „Fremdverschulden ausgeschlossen“

Rauchsäule an der B6

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Mit Hilfe der Drehleiter war die Feuerwehr in der Lage, die Flammen gezielt zu bekämpfen.

Syke - Von Frank Jaursch. Dienstagvormittag, kurz nach elf: Rote Flammen züngeln aus dem Dachstuhl eines Gebäudes an der B6. Eine breite, weiße Rauchsäule steigt in den Himmel. Rund um das Gebäude im hinteren Teil bekämpfen Dutzende Einsatzkräfte das Feuer, das im Inneren des L-förmigen Bauwerks wütet. Der Stall, so viel ist schon jetzt klar, wird nicht mehr zu retten sein.

Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht sicher, ob sich noch Menschen oder Tiere in dem Stallgebäude aufhalten. Erst später wird die Einsatzleitung Entwarnung geben: Die im Stall sonst untergebrachten Pferde befinden sich nicht in dem Gebäude.

Schon wenige Minuten, nachdem eine Polizeistreife zufällig den Rauch entdeckt und Alarm gegeben hat, sind die ersten Einsatzwagen bei der ehemaligen Steffens-Villa angekommen. Die Kräfte der Ortswehren Syke, Barrien und Henstedt waren zunächst alarmiert worden. Als sie sich mit dem Drehleiterwagen nähern, steht das Gebäude zum Großteil bereits in Flammen.

Das Feuer findet reichlich Nahrung: Im Inneren stapeln sich Strohballen, Heu und Holzhäcksel, außen liegt ein großer Haufen Häcksel, der das Manövrieren mit den Einsatzfahrzeugen zusätzlich erschwert.

Unter Atemschutz bekämpfen die ersten Löschtrupps das Feuer. Die Einsatzkräfte im Leiterkorb verschwinden zeitweise fast völlig im weißen Qualm. Knappe Kommandos ertönen. Fast spielerisch scheint der Hochdruck-Wasserstrahl aus dem C-Rohr die Dachziegel abzudecken. Die Einsatzkräfte wirken konzentriert, ernsthaft.

Die Einsatzleitung hat sich entschieden, zusätzliche Kräfte anzufordern. Die Fahrzeuge der Ortswehren aus Gessel, Okel, Gödestorf und Bramstedt treffen ein. Insgesamt sind 120 Feuerwehr-Mitglieder im Einsatz.

Die Brandbekämpfer legen eine Riegelstellung: Mit Wasser wird ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert. Ein Auto, das im unteren Bereich untergestellt ist, ist am Ende der Löscharbeiten unversehrt, auch einen kleinen Raum am nördlichen Ende des Bauwerks haben Flammen und Löschwasser offenbar verschont.

Die beiden vom Feuer betroffenen Bereiche im mittleren und südlichen Bereich hingegen brennen nahezu vollständig aus. Mit schwerem Gerät werden am Nachmittag einige Wände der ausgebrannten Ruine eingerissen. Ein Radlader holt die Strohballen aus dem Gebäude ins Freie, wo sie abgelöscht und Glutnester beseitigt werden.

Die Polizei hat sich entschieden, die Bundesstraße zu sperren und den Verkehr umzuleiten. Nach etwa zwei Stunden wird der Verkehr in Richtung Süden wieder durchgelassen, erst am Spätnachmittag fließt der Verkehr wieder in beide Fahrtrichtungen ungehindert.

Den Schaden am Gebäude schätzt die Polizei am Nachmittag auf mehr als 200000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache haben die Beamten bereits aufgenommen. „Nach ersten Erkenntnissen“, so heißt es in einer Pressemitteilung, „kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Dennoch gehen die Ermittlungen in alle Richtungen.“

Großfeuer: Stallgebäude in Syke brennt

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