Nina de Beek macht mit ihrem Online-Pekip-Kurs aus der Corona-Not eine Tugend

Das große Krabbeln im virtuellen Raum

Mit Laptop und Puppe: Nina de Beek bei ihrem Online-Pekip-Kurs. Foto: de Beek

Syke - Von Frank Jaursch. Der Computer-Monitor vor Nina de Beek füllt sich langsam mit Leben. Auf den Fenstern der Video-Konferenz erscheinen lächelnde Gesichter. Die acht Teilnehmerinnen dieser virtuellen Zusammenkunft diskutieren nicht etwa über Businesspläne oder Marketing-Aktionen, sondern über Windeln, Still-Probleme und Baby-Blähungen. Nina de Beek vom Team „Rund um die Geburt“ hat aus der Corona-Not heraus das Online-Angebot „Pekip zu Hause“ ins Leben gerufen.

Im Raum des Gesundheitsamtes in Syke hatten sich die Teilnehmerinnen, Mütter mit ihren vier bis sechs Monate alten Babys, bislang getroffen – zu Pekip, einem Erfahrungsaustausch untereinander, und um vom Erfahrungsschatz von Nina de Beek zu profitieren.

Die jüngsten Versammlungsbeschränkungen machten eine Fortführung der Kurse unmöglich. Sie trafen das „Rund um die Geburt“-Team hart. „Wie mit 100 gegen die Wand“ habe sich das Aus für ihre Kurse angefühlt, beschreibt die Psychologin.

Nachdem sie sich ein paar Tage „sortiert“ hatte, brachte ihr eine Anregung aus Österreich den Ausweg. Dort habe eine andere Pekip-Gruppenleiterin von ihren Online-Kursen berichtet. Nina de Beek machte sich schlau, testete das Konferenz-Angebot im Freundeskreis – und stellte die Online-Alternative den Kursteilnehmerinnen vor.

„Von den Frauen kamen absolut positive Reaktionen“, sagt de Beek. Also startete die Gruppe einen Versuch. Für die Mütter ist die „Zoom“-App, die für die Konferenzen erforderlich ist, kostenlos. Jede Mama richtete sich eine warme, muckelige Pekip-Ecke vor dem heimischen Computer ein – und es konnte losgehen.

Den Versuch bezeichnet Nina de Beek als durchaus erfolgreich. Der Austausch über die großen und kleinen Seltsamkeiten in den ersten Lebensmonaten der Kinder ist für alle Teilnehmerinnen wertvoll – und funktioniert auch online. Die Treffen ganz ersetzen kann das virtuelle Meeting allerdings nicht, findet auch die Expertin. „Was ganz verloren geht, sind die Kind-Kind-Kontakte“ – einer der Pfeiler von Pekip.

Und auch vom „emotionalen Inhalt“ dessen, was Mütter ihr mitteilen, geht über die Webcam und den Monitor einiges verloren. „Ich mach 'ne Flasche Sekt auf, wenn die Teilnehmerinnen wieder zu uns ins Gesundheitsamt kommen können“, sagt de Beek lachend.

Besser als nichts aber ist die Videokonferenz allemal, darin seien sich alle Teilnehmerinnen einig. Der nächste Pekip-Kurs mit Babys, die im Januar oder Februar geboren wurden, startet komplett online. Ein paar freie Plätze gibt es noch.

Kontakt

Nina de Beek, 04242 / 937 889

rundumdiegeburt-syke.de

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