Gymnasiasten kritisieren Arequipa-Artikel

Große Empörung in Klasse 7f2 - und viele Leserbriefe an die Redaktion

Blick auf einen Eingang des Syker Gymnasiums.
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Dieses Jahr gibt es keinen Arequipa-Basar am Gymnasium Syke, nur eine Katalog-Aktion.

Syke – „Respektlos!“, „Unfair!“, „Inakzeptabel!“ Der Artikel, mit dem wir in der Donnerstags-Ausgabe die diesjährige Arequipa-Aktion des Gymnasiums ankündigten, hat unter den Schülern offenbar heftige Reaktionen ausgelöst. Die Mädchen und Jungen der Klasse 7f2 haben noch am Donnerstagvormittag die Unterrichtszeit genutzt, um mehr als ein Dutzend Leserbriefe an unsere Redaktion zu schreiben.

Die Jugendlichen bemängeln darin, es hätten „viele negative Sachen über unsere Ideen“ im Artikel gestanden. Besonders störten sie sich am Titel „Mit halber Kraft und halbem Herzen“. Durchweg betonten die Schüler, mit wie viel Mühe und Engagement sie bei der Sache seien – sogar „mit mehr Kraft als normal“.

Kritik brachten die Jugendlichen auch der Wahl des Fotos zum Artikel entgegen, das beim Basar im vergangenen Jahr entstand und ausgerechnet die jetzige 7f2 zeigt. „Sie sollten kein hinterhältiges Foto machen und nur eine Klasse beschuldigen“, lautete ein Vorwurf.

Neben Reaktionen, die von „Sie machen unsere Schule schlecht!“ bis zu „Wir lassen uns von Ihnen keine negativen Sachen sagen“ reichten, stand aber vor allem eines im Vordergrund: Der unbändige Wille, der Casa Verde in Peru auch in diesem Jahr eine große Summe überweisen zu können – allen Corona-Beschränkungen zum Trotz. Denn: „Wir haben es in dieser Zeit auch nicht gerade einfach, aber die Kinder in Peru auch nicht.“

Kommentar von Michael Walter: Vorbild geht anders

Auch für das Syker Gymnasium gilt: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Und das richtet sich nicht etwa gegen die engagierten Schüler, die sich einen Kopf gemacht haben, was sie als Alternative zum Arequipa-Basar für Artikel für den Verkauf zu Gunsten der Casa Verde herstellen können.

Gerade die sind doch die Gelackmeierten, wenn sie nun selber sehen können, wie sie ihre Artikel loswerden. Weil sie keine Hilfestellung bekommen haben, ihre Produkte wenigstens in den Bestellkatalog zu platzieren.

Das betrifft zwar vielleicht nicht die Mehrheit. Aber eben auch nicht nur einzelne Schüler, die es nicht gebacken bekommen hätten, sondern ganze Klassen. Weil deren Lehrer augenscheinlich nach dem Motto verfahren: „Nicht in meinem Unterricht, und was hab ich damit zu tun? Da müsst ihr euch selber drum kümmern.“

Vorbild geht anders.

Ebenso halbherzig ist es, einen Online-Verkauf anzukündigen, der tatsächlich gar keiner ist, sondern bei dem ebenfalls die Schüler damit alleingelassen werden, wie sie die Waren zum Kunden und das Geld an die Schule bekommen.

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