FC Gessel-Leerßen beim Gothia Cup

Das größte Turnier der Welt

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2013 hat der FC Gessel-Leerßen zum ersten Mal am Gothia Cup in Schweden teilgenommen. Das Foto entstand auf dem Weg zur Eröffnungsfeier im 43 000 Zuschauer fassenden Ullevi-Stadion.

Gessel - Von Michael Walter. Claudia Bauer hat ihre Hausaufgaben gemacht. „Wenn jeder seine Tasche gepackt hat, könnte es morgen losgehen“, sagt sie. Mit ihrem Mann Thomas und Matthias Bade hat sie die Vorbereitungen für die Fahrt zum Gothia Cup in Schweden organisiert. Das ist das größte Fußballturnier der Welt, und der FC Gessel-Leerßen nimmt zum zweiten Mal daran teil.

Mit zwei Jugendmannschaften machen sich die Gesseler am 16. Juli auf den rund 750 Kilometer langen Weg nach Göteborg. Eine Woche lang spielen dort 1700 Teams von der E- bis zur B-Jugend aus 81 Nationen gegeneinander. Das sind über 4000 Partien. Gessel ist mit einer U 16 und einer U 12 dabei. 29 Spieler (28 Jungs und Bauers Tochter Tomke als einziges Mädchen) plus Trainer, Betreuer und Gäste.

„Das ist einfach großartig dort. Das ist eine Stimmung, da bekommt man Gänsehaut“, schwärmt Matthias Bade. Er war 2013 schon bei der Premiere des FC dabei. Thomas Bauer war damals der Trainer. „Dieses Miteinander dort ist einfach umwerfend. Man geht aufeinander zu und hat zusammen Spaß. Egal, woher du kommst. Unsere Jungs haben auf dem Bahnhof Fangesänge angefangen“, erinnert er sich. „Als am Bahnsteig ein paar Teams aus den USA ausstiegen, haben die gleich mitgesungen, und sofort war da Party.“

Im Oktober hatte das Dreigestirn mit den Vorbereitungen begonnen. Claudia Bauer zählt auf: Mit allen Eltern sprechen, Info-Abende veranstalten, Anzahlungen einsammeln, dann die eigentliche Anmeldung beim Turnier, Fahrzeuge organisieren, Sponsoren ansprechen, Versicherungen abschließen... „Eigentlich sind wir ständig am Tüdeln“, fasst ihr Mann das zusammen.

Mit vier Kleinbussen machen sich die Gesseler auf den Weg. „Einen müssen wir mieten, zwei kriegen wir von Autohäusern zur Verfügung gestellt, und einer kommt privat von einer Familie“, sagt Bauer. Über die Vogelfluglinie geht es nach Schweden: Auf der A 1 bis Puttgarden, dort mit der Fähre bis nach Rödby, dann weiter durch Dänemark über die Öresundbrücke nach Malmö und dann nordwärts Richtung Göteborg.

Quartier bezieht der FC in Kungsbacka. Das ist ein kleiner Ort mit einem Gymnasium, rund 25 Kilometer südlich von Göteborg. „Wir sind dort in einem Klassenzimmer untergebracht“, sagt Bauer. „So wie etwa 20 andere Mannschaften auch. Gleich nebenan ist eine große Sportanlage mit zehn Plätzen. Dort spielen wir auch.“

Die Gesseler U 12 trifft in ihrer Vorrunden-Gruppe auf die beiden schwedischen Clubs Sundbybergs IK (Nähe von Stockholm) und Gällivare IS (Nordschweden) sowie JDFS Alberts (Lettland). Die U 16 spielt gegen Asarums IF (Schweden), Våg FK (Norwegen) und die Sioux South Diablos aus Sioux City (USA).

„Nach den drei Vorrundenspielen kommen die beiden Gruppenbesten weiter und spielen in K.o.-Runden die Jahrgangssieger aus“, erklärt Thomas Bauer. „Die übrigen Mannschaften spielen eine Trostrunde. Auf diese Weise hat jede Mannschaft mindestens vier Spiele.“

Über die Finalrunde mögen sich die Drei vom Orga-Team angesichts des riesigen Teilnehmerfelds noch keine Gedanken machen. „Wir haben den olympischen Gedanken im Blick“, sagt Thomas Bauer augenzwinkernd. – Dann müssen ja bloß alle noch ihre Sportsachen packen.

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