Konzert in Barrien begeistert Publikum

Gospelchor bringt Kirche fast zum Beben

Der Gospelchor Syke traf mit seinem Konzert in der Barrier Kirche offenbar den richtigen Nerv beim Publikum. - Foto: Ehlers

Barrien - Von Dagmar Voss. Das Kirchenschiff bebte fast, als am Sonntagabend der Gospelchor Syke ein Wunschkonzert gemeinsam mit Schlagzeuger Leo Harris gab. Das Publikum in der gut gefüllten Bartholomäus-Kirche machte mit, klatschte und pfiff, sang und johlte und wollte kein Ende finden.

Unter Leitung eines zu etlichen Späßchen aufgelegten Svavar Sigurdsson wurde dieser Abend ein ganz besonderes Musikerlebnis. Dazu hatte der Isländer eine bunte Mischung spiritueller Songs zusammengestellt, darunter die seit Mai öffentlich gesammelten Wunschlieder.

So gesellten sich also zu den Klassikern wie „Amazing Grace“ und dem altbekannten „Baumwollpflückerlied“ auch Ohrwürmer wie „Swing Low“ oder „Oh Happy Day“.

Daneben erklangen Töne aus fernen Ländern – oder aus aktuellen Federn. So das „Rhythm of Life“, das ein afrikanischer Freund für den Chorleiter geschrieben hatte. So kam es, dass die Zuhörer in den Genuss mehrerer Sigurdsson-Soli kamen. Dazu gesellten sich ganz verschiedene musikalische Interpretationen von Gospel.

Es gelang den Musikern, ihr Publikum zu Mitsängern und Mitklatschern zu machen. Manches Mal waren sogar auch noch die Füße gefordert, wie bei „Somebody’s Knocking On Your Door“.

Den Auftakt machten die knapp 30 Sänger mit dem temperamentvollen „Come Into His Presence“ – leider klanglich nicht so deutlich, da das Schlagzeug zu stark dominierte. Auch einige andere Stücke gingen etwas unter: Sie konnten sich manchmal nicht gut gegen E-Piano und Trommeln durchsetzen.

Beim Wunschlied „Stay With Me” des englischen Liedermachers Sam Smith gerieten die Konzertgäste ebenso in beste Stimmung wie beim „Wade In The Water“.

Dass dann ein von Sigurdsson sehr eigenwillig bearbeitetes „Amazing Grace“ ebenfalls für langanhaltenden Beifall sorgte, war eher erstaunlich. „Wir machen das so, wie das noch keiner in Barrien gemacht hat“, lautete Sigurdssons Ankündigung. Die Zuhörer waren angetan. Ebenso vom Belafonte-Song „Turn The World Around“ und dem mitreißenden „Gospeltrain“.

Für einen Laienchor erstaunlichen Mut bewiesen die fünf Solisten, die ein Lied mit Klavierbegleitung anstimmten. Die Chormitglieder Anke und Jörg Hespenheide – die später noch ein Stück vortrugen –, Marina Jacobsen, Louise Beßling und Cathrin Steingräber sangen das „Soon And Very Soon“ beeindruckend sicher.

Letztlich rockte die Kirche beim „Oh Happy Day“, Johlen und Füßestampfen gehörten neben Mitsingen und -klatschen dazu. Mit diesen spritzig-groovigen Gospel-Sounds hatte der Gospelchor alle begeistert. Man war sich einig: Das kann wiederholt werden!

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