Golf-Club Syke feiert Jubiläum / Vom Elite-Sport zur attraktiven Freizeitgestaltung für jedermann – auf hohem Niveau

25 Jahre großer Spaß mit dem kleinen Ball

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Golf macht Spaß – davon können sich am Samstag die Besucher beim Tag der offenen Tür überzeugen.

Okel - Von Frank Jaursch. Die bordeauxrote Plane am Rand der Driving Range bringt es auf den Punkt: „Golf spielen macht Spaß. Besonders im Golf Club Syke e.V.“ – so liest man in freundlichen Buchstaben, wenn man sich dem Clubhaus in Okel nähert. „Der Spaß“, sagt Clubpräsident Bernd Wilhelm, „ist das, was uns im Laufe der letzten 25 Jahre immer begleitet hat.“ Heute feiert der größte Ein-Sparten-Verein des Landkreises sein 25-jähriges Bestehen.

Auf dem 105 Hektar großen Areal zwischen Okel und Barrien hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Club entwickelt, der einen außergewöhnlich guten Ruf in Golfer-Kreisen genießt. „Wir haben hier einen respektablen Golfplatz aus der Erde gehoben“, umschreibt es Clubmanager York Stolte.

Und das gilt nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten: „Er macht auch spielerisch Spaß, denn es gibt verschiedene Arten, den Kurs zu bewältigen“, betont Stolte. 18 Löcher entstanden im Jahr 1990, die Erweiterung um neun Löcher setzte der Golfclub im Jahr 2008 um – rund zehn Jahre nach den ersten Plänen.

Fair zu Anfängern und herausfordernd für die Könner: So soll ein Golfplatz sein. In Syke klappt genau dieser Spagat. Und sorgt – das Handicap-System macht‘s möglich – dafür, dass wie bei kaum einem anderen Sport Spieler unterschiedlicher Stärken gemeinsam aktiv sein können. „Und das zehnjährige Kind kann genauso spielen wie sein Großvater“, sagt Stolte.

Längst hat sich der Golfsport von seinem Image des elitären Sports abgewandt. „Als der Club gegründet wurde, war Golf noch teuer“, erinnert sich Bernd Wilhelm, selbst eines von 40 Gründungsmitgliedern in den Reihen des Clubs.

Motor des Golfclubs in der Anfangszeit: Showmaster Rudi Carrell (rechts im Bild mit Mike Krüger).

Das hat sich geändert: Wer heute in den Verein eintreten möchte, zahlt dafür kaum mehr als für so manchen Fitnessclub: „Heute bekommt man bei uns für 55 Euro im Monat eine auf zwei Jahre begrenzte Neun-Loch-Mitgliedschaft“, sagt Stolte nicht ohne Stolz. Knapp 1500 Mitglieder hat der Golf-Club Syke mittlerweile. Ein langer Weg liegt hinter dem Verein. Viele Okeler erinnern sich noch an den eher holprigen Start, an den Neuanfang mit großer Unterstützung von Showmaster-Ikone Rudi Carrell und an so manches Provisorium. Bevor das schmucke Clubhaus Ende 1992 eingeweiht wurde, diente die heutige Caddy-Scheune als Clubheim und Umkleidekabine – und war Treffpunkt für so manche Feier.

Viele weitere Veränderungen liegen mittlerweile hinter der Anlage: Im vergangenen Jahr erhielt das Clubhaus eine Erweiterung und Frischzellenkur, immer wieder wird der Kurs Veränderungen unterzogen – sichtbar beispielsweise das spektakuläre Insel-Grün auf Loch B18.

Der Aufstieg zu einem der attraktivsten Golfkurse Norddeutschlands ist geglückt. „Die Hochachtung vor unserer Qualität ist gegeben in der Golfszene“, formuliert es der Clubpräsident mit einem Lächeln. Nicht ohne Grund, so fügt Wilhelm hinzu, werde der Golf-Club mit Anfragen für Länderpokal- oder Titelkämpfe geradezu überschüttet.

Dem Verein gelingt dabei derzeit der richtige Mix zwischen Leistungssport und Freizeitbeschäftigung. Bemerkenswerten Erfolgen von „Eigengewächsen“ und eigenen Teams steht das Miteinander gegenüber, der kurze Schnack beim Warten, die Geselligkeit und besondere gepflegte Atmosphäre eines gut geführten Golfclubs.

Die können am kommenden Samstag alle Besucher beim Tag der offenen Tür erleben. Zwischen 13 und 18Uhr heißt der Club alle künftigen Golfer oder Fans der Sportart willkommen. „Niemand“, verspricht York Stolte, „muss Bedenken haben, einen Golfplatz zu betreten.“

Ab 15 Uhr werden die Golf-Pros Ralph McLean, Marcus Bruns und Daniel Langkabel eine Golf-Show präsentieren. Golfen soll eben vor allem Spaß machen. In Syke seit 25 Jahren. Ein bisschen klingt das wie ein Vermächtnis von Rudi Carrell, dem großen Spaßmacher.

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